Gesundheitsmanagement Berufe: Unternehmensberatung

Steckbrief Annika EmdeIm Gesundheitswesen gibt es zahlreiche verschiedene Studiengänge (z.B. Gesundheitsmanagement/ Gesundheitsökonomie, Pflegemanagement, Public Health) und noch viel mehr Berufsmöglichkeiten. Aber welchen Beruf kann man eigentlich konkret nach einem Gesundheitsmanagement Studium aufnehmen? Wir haben viele Interviews mit Absolventen dieser Studiengänge geführt und tolle Einblicke in die Berufswelt im Gesundheitswesen erhalten.

Annika Emde hat sich für einen Beruf entschieden, der oft genannt wird, wenn es um die Jobperspektiven nach einem Studium wie Gesundheitsmanagement geht: Sie ist Unternehmensberaterin, spezialisiert auf das Gesundheitswesen. Ihr Arbeitgeber, das Institute for Health Care Business GmbH, berät zum Beispiel Krankenhäuser. Wir wollten mehr von dem Beruf wissen und Frau Emde hat uns dankenswerterweise Einblicke ermöglicht.




Liebe Frau Emde, Sie haben den Bachelor und Master in Health Care Management an der Hochschule Niederrhein absolviert. Wie kamen Sie zu dem Entschluss, nach dem Abi eine Karriere in der Gesundheitsbranche einzuschlagen?

Berufe nach Gesundheitsmanagement Studium: UnternehmensberatungIch habe mich schon während der Schule eher für Mathe und die naturwissenschaftlichen Fächer interessiert. Als es dann Richtung Abitur ging und ich mich über die verschiedenen Studiengänge informiert habe, fand ich im Gesundheitsmanagement eine interessante Kombination von betriebswirtschaftlichen Themen mit medizinischen / naturwissenschaftlichen Inhalten.

Ein siebenmonatiges Praktikum in den verschiedensten Bereichen eines Krankenhauses hat mich weiter bestätigt, so dass ich im Anschluss das Studium an der Hochschule Niederrhein aufgenommen habe.


Während des Studiums haben Sie u.a. bei einer Krankenkasse und in einem Krankenhaus gearbeitet. Mittlerweile sind Sie Unternehmensberaterin und kehren in dieser Funktion sicherlich auch öfter ins Krankenhaus zurück, oder? Wie können wir uns Ihren Beruf vorstellen?

Berufe nach Gesundheitsmanagement Studium: UnternehmensberatungJa, durch die verschiedenen Projekte bin ich immer mal wieder im Krankenhaus. In Organisationsprojekten sind wir zum Beispiel auch auf den Stationen oder in den Funktionsbereichen, um den jeweiligen Ablauf mit seinen Schnittstellen besser kennenzulernen. Hier führen wir viele Interviews mit den Mitarbeitern und erarbeiten gemeinsam entsprechende Lösungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden umsetzen.

In Strategieprojekten dagegen gibt es einen hohen Anteil an Datenanalysen, man verbringt also viel Zeit im Büro und hat eher Kontakt mit der Verwaltung und den Chefärzten. Hier unterstützen wir unsere Kunden mit Datenanalysen, medizinischen Leistungsprognosen, Bewertung von Maßnahmen (z.B. Ausbau des Leistungsspektrums), Workshops und unserer Projekterfahrung.

Das Spannende in der Unternehmensberatung ist für mich, dass die Aufgaben sehr abwechslungsreich sind und ich durch die unterschiedlichen Projekte bei Kunden in ganz Deutschland viel kennenlerne. Natürlich heißt das auch, dass ich reisen und mich regelmäßig in neue Themen einarbeiten muss, aber daran habe ich noch immer Spaß. Mit der Zeit übernimmt man immer mehr Verantwortung und bearbeitet eigenständig Projekte, die man dem Kunden vorstellt.


Wenn jemand Ihren Karriereweg einschlagen möchte – Was empfehlen Sie ihm/ ihr? Wie erreicht man das Ziel?

Berufe nach Studium: UnternehmensberatungNeben dem Studium haben mir vor allem die Praktika und die Nebenjobs geholfen. Hier konnte ich schon erste Erfahrungen sammeln und vor allem auch den Krankenhausalltag kennenlernen.

Zusätzlich habe ich Erfahrungen in der Datenanalyse sammeln können, was mir den Einstieg in die Unternehmensberatung erleichtert hat. Nahezu alle unsere Projekte haben die Datenanalyse zumindest als Bestandteil, so dass Spaß daran und erste Kenntnisse sicher vorteilhaft sind.

Darüber hinaus sollte man meiner Meinung nach kommunikationsfähig sein, gerne im Team arbeiten, Flexibilität mitbringen (bzgl. Arbeitsort und Arbeitszeiten) und einfach Spaß an der Arbeit haben.