Überblick: Gehalt/ Verdienst in der Gesundheitsbranche & Pflege

Das Studium neigt sich dem Ende entgegen und vielleicht sind auch schon die ersten Bewerbungen geschrieben. Eine wichtige und viel diskutierte Frage ist in diesem Zusammenhang die nach dem Gehalt und Verdienst in der Gesundheitsbranche. Was verdient man als Berufseinsteiger nach einem Studium im Bereich Gesundheit, Pflege und Soziales und wie entwickelt sich das Gehalt mit steigender Berufserfahrung? Wir haben Berufseinsteiger und Berufserfahrene befragt, haben verschiedene Branchen verglichen und eine Übersicht der Gehälter in den verschiedenen Gesundheits-Berufsfeldern erstellt.


Gehalt Gesundheitsmanager/Gesundheitsökonom

Gehalt Gesundheitswissenschaftler

Gehalt Pflegewissenschaftler


Grundsätzliches zu Gehältern in der Gesundheitsbranche

Gehäter GesundheitsbrancheGehälter lassen sich nicht einfach pauschal und einheitlich aufzählen. Dies liegt vor allem daran, dass grundsätzlich jeder Arbeitgeber eigenständig bestimmen kann, wie viel ein Arbeitnehmer verdient. Als weitere Faktoren kommen Tarifverträge, Branche und Unternehmensgröße hinzu. Diese beeinflussen den Verdienst ebenfalls nicht unerheblich.

Natürlich ist das Gehalt, ob in der Gesundheitsbranche oder einer anderen, auch von der persönlichen Qualifikation abhängig. Bist du Berufseinsteiger, wird dein Gehalt geringer ausfallen, als nach 10 Jahren Berufserfahrung. Nicht selten entscheidet bei Berufseinsteigern auch der Studienabschluss. Ein Absolvent eines Masterstudiengangs in Pflegemanagement kann demnach ein höheres Gehalt beziehen, als ein Bachelor-Absolvent im gleichen Studienfach. Nicht zuletzt nimmt häufig auch dein Verhandlungsgeschick Einfluss auf die tatsächliche Höhe deines Gehalts.

Bei unseren Recherchen haben wir Berufstätige aus der Gesundheits- und Pflegebranche nach Ihrem Einkommen befragt. Die Übersicht gilt dennoch nur als Orientierung und die Richtigkeit der Antworten ist ohne Gewähr. Es kann bei derlei Umfragen immer wieder passieren, dass Brutto- und Nettogehalt verwechselt werden oder Angaben geschönt werden.

Angabe der Gehaltsvorstellungen in der Bewerbung

Gehaltswunsch angebenEine Angabe zum Gehaltswunsch wird von den meisten Arbeitgebern schon mit der schriftlichen Bewerbung gefordert. Und hier geraten vor allem Berufseinsteiger oft ins Grübeln. Ohne jegliche Erfahrung mit Gehaltsverhandlungen oder Kenntnisse über das Durchschnittsgehalt der Branche und des Unternehmens ist diese Frage auch nicht leicht zu beantworten. Zum einen möchte man sich selbst nicht unter Wert verkaufen, zum anderen soll der Gehaltswunsch auch nicht unrealistisch hoch erscheinen. Genau hierfür dienen Angaben, wie Sie auf Gesundheit-studieren.com oder Gehaltsvergleich-Portalen gemacht werden. Mit diesen Einblicken in die Gehälter der Gesundheitsbranche hast einen ersten Anhaltspunkt, wie hoch die der Gehaltswunsch in deiner Bewerbung sein soll und darf – die eigentliche Verhandlung des Gehalts ergibt sich dann im Bewerbungsgespräch.

Das Gehalt in der Gesundheitsbranche beeinflussen

Wie eingangs bereits erwähnt spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wenn es um die Festlegung des Verdienstes geht. Einige davon kannst du selbst beeinflussen, andere leider nicht.

Persönlich beeinflussbar Faktoren:

  • Der Studienabschluss/die Ausbildung – Je höher der Studienabschluss, je erfolgreicher die Ausbildung verlaufen ist, desto besser sind auch deine Chancen, mehr zu verdienen. Mit deiner Qualifikation kannst du den Arbeitgeber von dir und deinem Können, vor allem auf theoretischer Ebene, überzeugen. Masterabsolventen verdienen häufig mehr als Bachelorabsolventen. Wer noch eine Berufsausbildung on-top vorweisen kann, steigert auch die Chancen auf ein höheres Gehalt.
  • Praktika, Nebenjobs & ehrenamtliche Tätigkeiten – Branchennahe Praktika oder Nebenjobs während des Studiums sowie ehrenamtliche Tätigkeiten bei gemeinnützigen Organisationen, Pflegediensten oder anderen Bereichen der Gesundheits- und Sozialbranche geben zusätzliche Pluspunkte in der Bewerbung und auch bei der Höhe des Gehalts. Vor allem dann, wenn dir dieser Job erste Einblicke in die Branche und Berufserfahrung erbracht hat
  • Selbstsicherheit & Verhandlungsgeschick – Kannst du deinem zukünftigen Arbeitgeber schlüssig, und guten Argumenten gespickt, klar machen, warum du ein Gehalt in bestimmter Höhe verdient hast, ist das schon die halbe Miete. Häufig kann das Gehalt genau durch solche Verhandlungen und gute Argumentation höher ausfallen.

Nicht beeinflussbare Faktoren:

  • Geschlecht – In Deutschland verdienen Frauen leider häufig weniger als Männer. Trotzdem heißt das nicht, dass du als Frau dein Licht unter den Scheffel stellen und selbstbewusst auftreten solltest.
  • Branche – Gehälter unterscheiden sich je nach Branche. Während in der Versicherungsbranche (Krankenversicherungen) mehr gezahlt wird, fällt der Verdienst im Bereich Pflege häufig geringer aus.
  • Region – Aufgrund der lokalen Lebenshaltungskosten verdient man in Ostdeutschland weniger als in Süddeutschland – auch, wenn sich das Unternehmen in Größe und Branche beispielsweise nicht unterscheidet.


Gehaltsvorstellungen im Bewerbungsgespräch taktisch klug verhandeln – so geht´s richtig:



Equal Pay Day – Tipps für die Gehaltsverhandlung von Frauen und für Frauen: