Studium Gesundheits- und Sozialmanagement: Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte


Studium Gesundheits- und Sozialmanagemen ErfahrungenDer Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement verbindet viele Aufgabenfelder im Gesundheits- und Sozialwesen. Auch für Beschäftigte aus der Pflege ist der Studiengang eine gute Möglichkeit, sich zielgerichtet weiterzubilden und für neue Aufgaben zu qualifizieren. Wir haben mit Studierenden und Absolventen des Studiums gesprochen und Erfahrungen eingesammelt. Nachfolgend kannst du authentische Erfahrungsberichte lesen.


Darum habe ich mich für diesen Studiengang entschieden:

erfahrungen gesundheits und sozialmanagement hfhThomas, Student im Bachelor-Fernstudium Gesundheits- und Sozialmanagement an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH)
Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung als staatlich anerkannter Heilerzieher/ Heilerziehungspfleger. Nach langjähriger Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen wuchs in mir der Wunsch, mehr verändern zu wollen. Zum einen mich, zum anderen aber auch meine Arbeitsumgebung und die Arbeitsinhalte. Um einen anderen Blickwinkel auf meine tägliche Arbeit zu gewinnen und mich persönlich sowie fachlich weiterzuentwickeln war ein Fernstudium für mich die beste Wahl. Man kann weiterhin seinen Lebensunterhalt verdienen und nebenbei eignet man sich zusätzliche fachliche und persönliche Kenntnisse an, die sofort in der täglichen Arbeit angewendet werden können.

Wer also eine Führungsposition in einer Sozialorganisation oder eine Funktion im Fachdienst anstrebt, der ist mit diesem Studiengang gut beraten.


So läuft mein Studium ab:

Thomas, Student im Bachelor-Fernstudium Gesundheits- und Sozialmanagement an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH)
Die einzelnen Frühjahrs- und Herbst-Semester erstrecken sich jeweils vom 01.01. bis 30.06. und vom 01.07. bis 31.12. eines Jahres. Über einen Zugang zur HFH-Homepage bekommt man regelmäßig und rechtzeitig Informationen, wann und wo Prüfungen und Komplexe Übungen stattfinden, ob sich Raumänderungen ergeben etc. und man hat weiterhin die Möglichkeit, mit anderen Studierenden der HFH über ein Forum in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und sich Hilfe zu holen bzw. andere Studierende mit eigenen Erfahrungen und Wissen zu unterstützen. Die HFH hat verschiedene Standpunkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wenn man sich zum Zeitpunkt einer Klausur oder KÜ in einer Stadt mit einem HFH-Studienzentrum befindet, kann man nach entsprechender Anmeldung auch dort seine Prüfung ablegen.

Für Studierende ab 01.01.15 beträgt die Studiengebühr für 7 Regelsemester monatlich 270,- €. Eine zusätzliche Gebühr von 490,- € für die Bachelorprüfung wird erhoben. In meiner Studienzeit waren die 8. bis 10. Semester gebührenfrei. Ab dem 11. Semester werden wieder Gebühren erhoben. Weiterhin wurden aufgrund der Kopplung des HFH-Studienzentrums mit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, in deren Gebäuden sich das Studienzentrum der HFH befindet, ein Rabatt von 10% für die monatliche Studiengebühr für Mitarbeiter der Stiftung angeboten.

Eine weitere Möglichkeit finanzieller Unterstützung bieten aber auch zahlreiche Stiftungen, die Stipendien vergeben. Die einzelnen Stiftungen haben unterschiedliche Voraussetzungen für die Stipendienvergabe. Ich wurde von der „SBB Stiftung für Begabtenförderung berufliche Bildung“ in Bonn gefördert. Mein Studium wurde in der Regelstudienzeit mit 2000,- € pro Jahr unterstützt.

Folgende Schwerpunkte mit den einzelnen Studieninhalten bietet der Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement:

Management-Qualifikationen:
Grundlagen der Führung und des Managements, Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Personalmanagement, Organisationsmanagement

Betriebswirtschaftliche Qualifikationen:
Allgemeine BWL, Rechnungswesen, Investition – Finanzierung – Controlling – Marketing, Spezielle BWL

Bezugswissenschaftliche Qualifikationen:
Psychologie, Arbeitswissenschaft, Allgemeines Recht, Empirische Methoden, Soziologie, Integrierte Versorgungsprozesse

Führungsqualifikationen:
Koordination und Organisation von Aufgaben, Führung der eigenen Person, Personalführung, Umgang mit Medien und Wissen

Berufsfeldbezogene Qualifikationen:
Einführung in das Gesundheitssystem und die Gesundheitswissenschaft, Einführung in die Soziale Arbeit und Sozialarbeitswissenschaft, Gesundheits- und Sozialrecht, Gesundheits- und Sozialpolitik, Hauptpraktikum, Wahlpflichtbereich I: Ambulante Einrichtungen, Stationäre Einrichtungen, Wahlpflichtbereich II: Zielgruppen: Jugendliche, Kinder, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationshintergrund, Senioren

In den Modulen WPB I und WPB II besteht eine Wahlmöglichkeit. Im WPB I wird zwischen ambulanten und stationären Einrichtungen gewählt und die Prüfung als Klausur abgelegt. Zur Klausur des WPB I gehört weiterhin die KÜ „Zukunftswerkstatt“, die ebenfalls belegt wer den muss, um dieses Modul erfolgreich abschließen zu können. Im WPB II werden zwei von fünf Modulen ausgewählt. Hierbei wird ein gewähltes Modul mit einer Klausur abgeschlossen und in dem zweiten gewählten Modul wird die Prüfung als Hausarbeit vorgelegt. Die Entscheidung, welche Prüfungsform für welches Modul gewählt wird, obliegt dem Studierenden.

Die Präsenzzeiten hängen von dem Umfang des jeweiligen Moduls ab. Durchschnittlich kann aber gesagt werden, dass für jedes Modul ein bis zwei Tage Präsenz erfordert werden. Präsenzstunden sind jedoch keine Pflicht. Sie bieten aber den Vorteil, unklare Sachverhalte beim Dozenten nachzufragen, sich mit seinen Kommilitonen auszutauschen und ein wenig
Zusammengehörigkeitsgefühl zu erleben. Um Präsenzzeiten während der Arbeitszeit zu besuchen, kann Bildungsurlaub beantragt werden.

Die Prüfungsleistungen werden in drei Arten eingeteilt:

1) Klausur
Klausuren dauern i.d.R. 90 min und finden Samstags statt. Am Anfang des Semesters bekommt man über die HFH-Homepage Informationen über Zeitpunkt der Prüfung, Dozent des Moduls und die voraussichtlichen Präsenzzeiten.

2) Hausarbeit
Während des Studiums sind in einigen wenigen Modulen Hausarbeiten als Prüfungsleistung obligatorisch. In folgenden Modulen sind Hausarbeiten Pflicht:

  • Projektmanagement: 10 – 15 Seiten
  • Personalmanagement: 15 – 20 Seiten
  • Hauptpraktikumsbericht: 10 – 15 Seiten
  • Wahlpflichtbereich II: 20 – 25 Seiten
  • Bachelorarbeit: 40 – 50 Seiten

3) Komplexe Übung
Eine „Komplexe Übung“ ist eine Präsenzveranstaltung mit praktischen Übungen und anschließenden Reflexionsaufgaben. Diese Einheiten dauern i.d.R. ein bzw. zwei Tage (Fr/Sa) und werden mit „bestanden/nicht bestanden“ bewertet.


Diese Interessen und Fähigkeiten sollte man für den Studiengang mitbringen:

Thomas, Student im Bachelor-Fernstudium Gesundheits- und Sozialmanagement an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH)
Als offizielle Immatrikulationsvoraussetzungen gelten folgende Richtlinien: Der einfachste Weg stellt sich mit einer allgemeinen Hochschulreife, Fachhochschulreife oder fachgebundenen Hochschulreife und zusätzlich berufspraktischen Kenntnissen dar. Diese berufspraktischen Kenntnisse sind entweder durch einschlägige Ausbildung (Heilerziehungspflege, Erzieher, Sozialpädagogische Assistenz, Altenpflege, Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie etc.) abgegolten oder können durch ein 13-wöchiges Praktikum nachgewiesen werden.

Als zweite Möglichkeit gilt der Weg ohne (Fach-)Hochschulreife, wenn eine anerkannte Fortbildungsprüfung abgelegt wurde. Bei dieser Alternative wird ein Beratungsgespräch vor der Immatrikulation mit dem Studierenden geführt.

Als dritte und letzte Alternative wird die Variante ohne anerkannte Fortbildungsprüfung genannt. Hier wird aber zugelassen, wer eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens eine 2-jährige Berufspraxis nachweisen kann. Bei diesem Weg ist eine Eingangsprüfung obligatorisch. Zur Berufspraxis zählen auch mit bis zu einem Jahr: Kindererziehung, Wehr- und Wehrersatzdienst, FSJ, BFD.

Als persönliche Eignung bzw. Interessen sind für das Studium vorteilhaft:

  • ein gutes bis ausreichendes Zahlenverständnis für die betriebswirtschaftlichen Module,
  • ein Interesse für Psychologie, Pädagogik und Menschenführung,
  • ein starker Wille, sich weiterentwickeln zu wollen und
  • eine hohe Disziplin und Durchhaltevermögen als Voraussetzung für Fernstudiengänge,

unabhängig von der Fachrichtung.

Das Studium eignet sich gut für Studierende mit Berufserfahrung, da sich durch die gesammelten Erfahrungen in der Berufspraxis der Theorie-Praxis-Transfer leichter gestaltet, da viele im Studium behandelte Sachverhalte aus der Berufspraxis bereits bekannt sind und hier vertieft werden.


Auf diese Berufe bereitet mein Studium vor

Thomas, Student im Bachelor-Fernstudium Gesundheits- und Sozialmanagement an der Hamburger Fern-Hochschule (HFH)
Der Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement (B. A.) bereitet Studierende auf verschiedene Funktionen in Gesundheits- und Sozialorganisationen vor. In Frage kommen Fachdienstfunktionen, Funktionen in der Personalabteilung oder Führungsfunktionen von Haus-/ Wohngruppenleitungen bis hin zur Bereichsleitung.

Wer sich für die Position der Geschäftsführung interessiert, dem bieten die Master-Studiengänge „Management von Organisationen und Personal im Gesundheitswesen (M. A.)“ bzw. „General Management (MBA)“ Möglichkeiten, sich dafür zu qualifizieren.