Studium Medizinmanagement/ Medizinökonomie/ Medizincontrolling

Studium Medizinmanagement/ Medizinökonomie/ MedizincontrollingEin Studienangebot, das sich vor allem – aber nicht nur – an Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler und Fachpersonal im Gesundheitswesen mit Berufserfahrung und abgeschlossenem Studium oder Ausbildung richtet. Das Ziel ist die Ausbildung von Experten für die verschiedenen Aufgaben im Management von großen Praxen, Klinken und Krankenhäusern, die sowohl medizinische Kenntnisse, als auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse mitbringen.



Gerade das Gesundheitswesen unterliegt durch ständige Reformen einem stetigem Wandel bei gleichzeitig steigenden Ansprüchen an die Mitarbeiter. Betroffen sind neben den ambulanten und stationären Versorgungseinrichtungen (z.B. Arztpraxen und Krankenhäusern), auch Unternehmen der Medizintechnik, die Pharmaindustrie, Apotheken, das Versicherungswesen und alle Dienstleister der Branche. Also reichlich Möglichkeiten für einen Medizinökonom, denn die werden gesucht, um den anspruchsvollen Arbeitsalltag zu organisieren, neu auszurichten oder zu führen.

Ziel der Medizinökonomie/ Medizinmanagement/ Medizincontrolling Studiengänge ist es, Experten für diese sich verändernden Fach- und Führungsaufgaben auzubilden. Das erfordert medizinisches Wissen, aber eben auch analytische Fähigkeiten, Kommunikations– und Präsentationskompetenz. Im Studium erlernt man daher sowohl Wissen im Bereich der Betriebswirtschaftslehre und Recht, als auch medizinisches Grundwissen, was man braucht, um Entscheidungen rund um Praxisleitung und Gesundheitsversorgung treffen zu können.

Medizinmanagement/ Medizinökonomie/ Medizincontrolling: Hochschulen & Studiengänge

Bei dem Studium handelt es sich meist um ein weiterbildendes Angebot für Wirtschaftswissenschaftler, Mediziner und Fachpersonal aus dem Gesundheitswesen. Das bedeutet, dass viele Studiengänge berufsbegleitend angeboten werden, teilweise muss man besondere Zulassungsvoraussetzungen (siehe weiter unten) erfüllen. Den Gesamtüberblick aller Medizinmanagement/ Medizinökonomie/ Medizincontrolling Hochschulen und Studiengänge gibt es in unserer Datenbank.

Hochschule/ Akademie Studiengang Kurzinfo
Medical School Hamburg
Bachelor Medizincontrolling
  • als Vollzeit- oder Teilzeitstudium möglich
Medical School Berlin
Bachelor Medizincontrolling
  • Leistungen aus Ausbildungen können angerechnet werden
Hochschule Magdeburg-Stendal Bachelor Medizinmanagement
  • 8 Semester berufsbegleitendes Studium
Rheinische FH Köln Bachelor & Master Medizinökonomie
  • 6 Semester Vollzeit oder 7 Semester berufsbegleitend möglich
Uni Köln Master Medizinökonomie
  • Voraussetzung: Abschluss eines Studiums der Human- oder Zahnmedizin oder Pharmazie
Uni Duisburg-Essen Master Medizinmanagement für Wirtschaftswissenschaftler oder für Mediziner und Gesundheitswissenschaftler
  • verschiedene Zielgruppen, 4 Semester Studiendauer
Graduate School Rhein-Neckar MBA Gesundheitsmanagement und -controlling
  • berufsbegleitendes Studium, mind. 2 Jahre Berufserfahrung verlangt
Technische Hochschule Mittelhessen Bachelor Medizinisches Management
  • Vollzeitstudium


Drei Studiengangsnamen – der gleiche Inhalt? Oder gibt es Unterschiede?

Unterschied Medizinmanagement, MedizinökonomieDer Unterschied zwischen Medizinmanagement, Medizinökonomie und Medizincontrolling – es gibt fast keinen. Die Studiengangsbezeichnungen werden nahezu synonym verwendet. Man kann in den Studienangeboten der verschiedenen Universitäten und Hochschulen die gleichen Inhalte finden – manchmal eben als „Medizinmanagement“, manchmal als „Medizinökonomie“ Gleiches gilt für Medizincontrolling.


Grundlegende Infos zum Medizinmanagement/ Medizinökonomie/ Medizincontrolling Studium

Du möchtest mehr wissen, als nur die Studienorte? Nachfolgend haben wir wichtige Infos wie Studien- und Zulassungsvoraussetzungen, sowie einen Überblick der Studieninhalte zusammengestellt.

Studien- und Zulassungsvoraussetzungen

Je nach Studienabschluss gibt es sehr unterschiedliche Zulassungsvoraussetzungen:

BachelorBachelor:
Für die Aufnahme eines Bachelorstudiums ist die Grundvoraussetzung die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife (=Abi / Fachabi). Mit entsprechender Ausbildung und Berufserfahrung kann man auch ohne Abitur studieren. Darüber hinaus gibt es für die Bachelor-Studiengänge keine Bedingungen, wie z.B. ein Pflichtpraktikum vor dem Studienbeginn, oder ähnliches. Allerdings sollte man sich über die genauen Studieninhalte informieren und diese mit anderen ähnlich Studiengängen vergleichen.

Master
MasterDie Masterstudiengänge richten sich an Absolventen eines Hochschulstudiums im Bereich Gesundheitswesen oder Wirtschaft, d.h. Human- oder Dentalmediziner, Pharmazeuten und Wirtschaftswissenschaftler. Dazu kommen weitere Voraussetzungen: An der Uni Köln werden z.B. nur Mediziner oder Pharmazeuten in den Master aufgenommen, die Uni Duisburg-Essen verlangt eine Abschlussnote des Erststudiums nicht schlechter als 2,7 und die Graduate School Rhein-Neckar setzt zwar keine Mindestnote an, dafür muss der Bewerber zwei Jahre praktische Berufserfahrung mitbringen.

TIPPDie Bewerbungsfristen unterscheiden sich auch von Hochschule zu Hochschule. Daher unbedingt frühzeitig informieren!


Studieninhalte im Überblick

StudieninhalteMedizinmanagement/ Medizinökonomie/ Medizincontrolling erfordert ein breites Wissen in verschiedenen Bereichen. Neben allgemeiner Betriebswirtschaft und rechtlichen Grundlagen, stehen Praxismanagement, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Personalmanagement und Gesundheitspolitik auf dem Studienplan. Fächer wie Psychologie, Ethik, Patientenbetreuung und medizinische Grundlagen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Daneben prägt ein großer praktischer Teil den Studienverlauf, wenn der Studiengang berufs- oder ausbildungsbegleitend angelegt ist.

Beispiele:

  • Personalmanagement: Im Grunde gibt es Personalmanagement in jedem Betrieb. Die Kernfunktion ist die Organisation des optimalen Personaleinsatzes mit Blick auf die Emotionen der Mitarbeiter, wie auch die Wirtschaftlichkeit.
  • Ethik: Sie soll allgemeine Prinzipien guten, sittlichen Handelns vermitteln. Urteilsvermögen muss durch praktische Erfahrungen geschult werden, da man gerade im Gesundheitswesen, im Umgang mit Patienten, diese allgemeinen Prinzipien situationsabhängig immer wieder neu anwenden muss.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Hier geht es vor allem um die Kommunikation zwischen dem Unternehmen auf der einen Seite und Kunden/ Patienten, Lieferanten, Aktionären, Arbeitnehmern usw. auf der anderen Seite.

In diesem Video scheint zwar nicht viel los zu sein im Hörsaal, aber die Ausführungen (vor allem am Anfang) geben einen guten Einblick in die Studieninhalte:


Berufsfelder nach dem Studienabschluss

Berufe Medizinmanagement/ Medizinökonomie/ MedizincontrollingWie bereits erwähnt, ist es das Ziel des Studiums, Experten für Fach- und Führungspositionen im Gesundheitswesen auszubilden. Das beinhaltet in erster Linie natürlich Positionen in Krankenhäusern oder Kliniken, wo Du im Projektmanagement, Qualitätsmanagement, im Bereich der Unternehmensentwicklung, im Finanz – und Leistungscontrolling oder auch als Assistenz der Geschäftsführung tätig sein kannst.

Außerhalb von Krankenhäusern und Klinken, gibt es die Möglichkeit als Praxismanager in großen Arztpraxen oder Gesundheitszentren zu arbeiten. Vom Fallmanager bei der Krankenkasse oder Projektmanager bei Beratungsunternehmen, über DRG* –Berater bei Pharmaunternehmen oder bei Herstellern von Medizinprodukten, bis hin zum wissenschaftlichen Mitarbeiter in Berufsverbänden – ein breitgefächertes Arbeitsfeld.

*DRG: Klassifikationssystem für Abrechnungen im Gesundheitswesen.