Erfahrungsbericht: Bachelor Gesundheits- und Pflegemanagement an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin

Gebäude der ASH BerlinDaniela hat ihr Bachelor-Studium Gesundheits- und Pflegemanagement an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin erfolgreich absolviert. Bereits während des Studiums hat sie mehrere Jahre als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin an der Charité in Berlin gearbeitet. Sie kennt also nicht nur die theoretische Seite der Gesundheitsbranche, sondern verfügt auch über umfassendes Praxiswissen.

Für uns hat Daniela sich die Zeit genommen, ihr Studium näher zu beschreiben und die wichtigsten Fragen zu ihrem Studiengang zu beantworten.

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Erfahrungsbericht von Daniela

Liebe Daniela, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst und mit uns deine Erfahrungen teilst. Wie kamst du zu der Entscheidung, ein Studium im Bereich Pflege & Gesundheit zu beginnen?

Ich wollte mich gerne noch weiterentwickeln und Neues kennenlernen, aber meine Ausbildung sollte auch nicht „umsonst“ gewesen sein.

Meine Entscheidung basierte auf meinem erlernten Beruf. Ich wollte mich gerne noch weiterentwickeln und Neues kennenlernen, aber meine Ausbildung sollte auch nicht „umsonst“ gewesen sein.

Auch wenn häufig von der „Akademisierung“ der Pflege gesprochen wird, sah ich das Studium auch als Gelegenheit, um im Anschluss einer Arbeit nachzugehen, die weder Schicht- noch Wochenend- oder Feiertagsarbeit bedeutet.

Deine Studienwahl ist auf den Bachelor Gesundheits- und Pflegemanagement an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin gefallen. Wieso hast du dich für diesen Studiengang und diese Hochschule entschieden?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich es mir in diesem Punkt recht einfach gemacht. Die Wahl fiel auf die ASH, da ich unbedingt in Berlin bleiben wollte, die Hochschule den passenden Studiengang anbot und ich das Glück hatte auf meine einzige Bewerbung für einen Studienplatz eine Zusage zu erhalten.

Was darf man sich unter dem Studiengang vorstellen? Kannst du uns einen Einblick in dein Bachelor Studium geben? Was waren die Studieninhalte und welche Schwerpunkte konnte man wählen? Auf welche Einsatzgebiete bereitet der Bachelor vor?

Die Inhalte waren recht vielseitig und lassen sich grob in drei Bereiche gliedern: Pflege und Gesundheit, Management, Wissenschaftliches Arbeiten.

Der Studiengang fokussiert die Auseinandersetzung mit dem Pflegeberuf. Wie ist der Ist-Zustand, wo besteht Handlungs- und Optimierungsbedarf und welche Lösungsansätze gibt es und wie lassen sich Theorie und Praxis vereinen. Man steht im regen Austausch mit den Kommilitonen, da jeder andere Berufserfahrungen gesammelt hat. Es wird viel diskutiert, hinterfragt und analysiert.

Die Inhalte waren recht vielseitig und lassen sich grob in drei Bereiche gliedern: Pflege und Gesundheit, Management, wissenschaftliches Arbeiten. In Bezug auf Pflege und Gesundheit beschäftigten wir uns z.B. mit Pflegestandards, Gesundheitsökonomie, Ethik & Recht. Der Bereich Management umfasste z.B. Betriebswirtschaftslehre, Personalmanagement & Qualitätsmanagement. In Bezug auf das wissenschaftliche Arbeiten lernten wir die Grundlagen für die Vorgehensweise von Recherchen und Auswahl bzw. Bewertung der zur Verfügung stehenden Quellen sowie das Verfassen von schriftlichen Arbeiten, wie am Ende die Bachelorarbeit. In diesem Zusammenhang beschäftigten wir uns mit qualitativer und quantitativer Forschung.

Anhand des Modulhandbuchs hatte man als Student die Möglichkeit im Rahmen eines Projektes (3. – 5. Semester), des Praktikums (4. Semester) und eines Wahlmodules (6. Semester) einen Schwerpunkt zu setzen. Das Projekt zog sich über drei Semester. Es standen drei Projekte mit dem Fokus Betriebswirtschaft, Pflege oder Gesundheit zur Auswahl. Ich entschied mich für das Projekt mit dem Schwerpunkt Gesundheit und es nannte sich Age Management. Grob lässt sich sagen, dass wir im Rahmen des Projektes ermittelten, ob ältere Mitarbeiter (vor allem in der Pflege) eine Belastung oder Ressource sind.

Bei der Wahl des Praktikums war man völlig frei. Da ich mich innerhalb des Studiums mehr und mehr für das Gesundheitsmanagement statt dem Pflegemanagement interessierte, wählte ich das Praktikum in der Betrieblichen Gesundheitsförderung in einem wirtschaftlichen Unternehmen.

Im letzten Semester konnten wir ein Wahlmodul wählen. Ich weiß gar nicht mehr recht, was zur Auswahl stand. Ich wählte das Modul „Unternehmensgründung“ und lernte wie man einen Business-Plan erstellt.

Zum Thema Einsatzgebiete: Wenn ich ehrlich bin, werden die Möglichkeiten für zukünftige Einsatzgebiete sehr offen gehalten bzw. breit gefächert. Das muss man wirklich für sich selber wissen und sich seinen eigenen Weg bahnen.

Was hat dir in deiner Studienzeit besonders gut gefallen? Was war für dich an deiner Hochschule besonders positiv? Was bleibt vielleicht in nicht so guter Erinnerung?

Gut hat mir auch gefallen, dass man neben den Modulinhalten praktische Dinge gelernt hat.

Die unkomplizierte Bürokratie bleibt mir in guter Erinnerung. Ich konnte mein Praktikum auf sechs Monate erweitern, statt den vorgegebenen 15 Wochen. Meine Bachelorarbeit habe ich in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen geschrieben, auch hier war die Verständigung und Absprache sehr reibungslos. Man erhält regelmäßig Informationen über eventuelle Nebenjobs, Praktika u.ä.

Gut hat mir auch gefallen, dass man neben den Modulinhalten praktische Dinge gelernt hat, z.B. „Wie halte ich eine Präsentation und wie bereite ich diese vor“. Anregungen (seitens der Studenten) im Rahmen des Möglichen werden angenommen, so hat sich z.B. das Mensa-Essen verbessert.

Negatives? Ich hätte es fair gefunden, wenn häufiger strenger bzw. differenzierter benotet wären wurde.

Wem würdest du zu einem Studium im Gesundheits- und Pflegemanagement raten? Was sollte man unbedingt mitbringen? Worauf muss man sich einlassen können?

Wer in der Pflege bzw. im Gesundheitswesen verbleiben möchte, ist in dem Studium gut aufgehoben. Sei es jetzt z.B. das Ziel einer Selbstständigkeit, die Forschung oder die Qualitätsentwicklung in der Pflege. Ich denke, worauf man sich einlassen muss, ist, dass viel diskutiert und analysiert wird, viel Selbstreflexion gefordert wird. Und man muss realistisch sein, dass trotz Studium das Gehalt im Anschluss nicht überragend mehr wird.

Kommen wir zum Schluss zu deinen Zukunftsperspektiven: War für dich schon vor dem Studium klar, dass du genau dort arbeiten möchtest, wo du jetzt bist? Oder haben sich dir durch das Studium neue Perspektiven eröffnet?

Mein Tipp: Seht das Pflichtpraktikum im Studium als große und wichtige Chance Berufserfahrung zu sammeln.

Mein derzeitiger Arbeitsbereich setzt sich aus Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement zusammen, wobei meine Aufgabengebiete zum Gesundheitsmanagement tendieren. Für mich hat sich diese Perspektive wirklich erst im Studium entwickelt und zum Glück durch das Praktikum bestätigt. Ich habe mehr und mehr gemerkt, dass mein Herz nicht mehr an der Pflege hängt und ich mich umorientieren möchte. Diesen Fokus habe ich dann für mich Studium durch Themenwahl u.ä. verfolgt und glücklicherweise hat es nach dem Studium zeitnah mit einer Anstellung geklappt.

Mein Tipp für zukünftige Studenten/Studentinnen: Seht das Pflichtpraktikum im Studium als große und wichtige Chance Berufserfahrung zu sammeln (vor allem, wenn ihr euch umorientieren wollt). Bei Vorstellungsgesprächen ist Berufserfahrung das A und O.

Ich konnte anhand des Praktikums und der Bachelorarbeit fast 1 Jahr Berufserfahrung im Gesundheitsmanagement nachweisen und das Feedback was ich häufig bekam, würde ich als „ist ja ganz nett“ zusammenfassen.

Daniela, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten und deine wertvollen Erfahrungen an die Studieninteressenten weitergibst!

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