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Sportpsychologie Studium

Ein durchtrainierter Geist und ein starker Körper – so ungefähr kannst du das Ziel der Arbeit eines Sportpsychologen sehen. Nach deinem Sportpsychologie Studium bist du vor allem in der Sportreha gefragt – denn dies ist ein Bereich, der immer größer wird. Welche Berufszweige du sonst noch einschlagen kannst, wo du Sportpsychologie studieren kannst, welche Voraussetzungen du für diesen Masterstudiengang benötigst, wie viel du verdienen kannst und viele weitere Infos, findest du hier.

Als Sportpsychologe ist es deine Aufgabe, deinen Klienten mentale Stärke in Einheit mit sportlichen Höchstleitungen zu vermitteln. Dabei greifst du auf erlerntes Wissen aus deinem Bachelorstudiengang der Sportwissenschaften oder Psychologie zurück und erwirbst im Master Sportpsychologie tiefere Kenntnisse des Zusammenspiels zwischen Psyche und Körper. Vor allem in der Sportrehabilitation sind Sportpsychologen gefragte Fachleute. Nach Verletzungen ist es der Sportpsychologe, der therapeutisch ganz nah mit dem Sportler bzw. Patienten arbeitet. Neben der Sportreha kannst du auch eine Karriere im Leistungssport einschlagen, in der du Topsportlern durch sportpsychologische Methoden dabei hilfst, Spitzenleistungen zu erreichen. Die psychologische Gesundheit steht in deinem Beruf ganz vorne und du weißt genau, wie wichtig ein gesunder Geist ist, um das sportliche Leistungspotenzial zu steigern.

Sportpsychologie Studium
Die neuen Fachleute im Rehasport

Sportpsychologie Studium auf einen Blick

Regelstudienzeit

  • 4 Semester

Gut zu wissen

  • Derzeit kannst du Sportpsychologie nur als Masterstudiengang belegen

NC

  • Bei Sportwissenschaften meist keiner, bei Psychologie je nach Hochschule zwischen 1,0 und 1,4. Die Note des Bachelors darf nicht schlechter als 2,5 sein

Das Richtige für dich, wenn ...

  • du ein Teamplayer, sportlich und an Gesundheit interessiert bist.

Studieninhalte: Was lerne ich im Sportpsychologie Studium?

Was bringt einen Sportler dazu seine Bestleistung abzuliefern, und zwar in dem entscheidenden Moment? Wie geht ein Athlet mit Sieg und Niederlage um? Wie schafft es ein Leistungssportler sich nach einer Verletzung psychisch und körperlich wieder vollständig zu erholen? Und was macht die Medienpräsenz mit der Belastungsgrenze? Im Sportpsychologie Studium bekommst du unter anderen Antworten auf diese Fragen und lernst, wie sich der Zusammenhang zwischen Identität und Leistung auf den Menschen auswirkt.

Die Studieninhalte können je nach Hochschule variieren. Eventuell ist es dir auch möglich, einen Schwerpunkt zu wählen, je nachdem, ob du lieber im Rehasport oder im Managementbereich als Berater oder Coach arbeiten möchtest. Einige Themen begegnen dir in der Regel an jeder Hochschule:

Entscheidest du dich für den Schwerpunkt der Gesundheitsförderung in der Sportpsychologie, begegnen dir vor allem rehabilitative und regenerative Inhalte sowie präventive Maßnahmen, die du praxisorientiert erlernst.

Passende Hochschulen für ein Sportpsychologie Studium

Noch kannst du das Sportpsychologie Studium an wenigen Orten studieren. Wir haben für dich alle Hochschulen herausgesucht, an denen du Sportpsychologie als Bachelor oder Master studieren kannst. Wenn du dir unsicher bist, ob du privat oder staatlich studieren willst, kannst du dich hier zu dem Thema informieren. Und wie du dein privates Studium finanzieren kannst, erfährst du hier.

Voraussetzungen: Welche Voraussetzungen brauche ich für Sportpsychologie?

Um ein Sportpsychologie Studium zu absolvieren, brauchst du zunächst einen Bachelor in Sportwissenschaften oder Psychologie. Du kannst die Sportpsychologie als Schnittstelle dieser beiden Bereiche sehen. Deine Bachelor-Note darf an den meisten Hochschulen nicht schlechter als 2,5 sein, um für den Masterstudiengang zugelassen zu werden. Eventuell musst du zusätzlich einen Eignungstest machen und ein ärztliches Attest vorlegen, welches deine sportliche Eignung für diesen Studiengang bestätigt. Dabei geht es unter anderem um deine Sehtauglichkeit, deine Atmungsorgane, deinen Bewegungsapparat, deine Hörfähigkeit, dein Nervensystem und um die Tauglichkeit in diesen Punkten.

Um ein Bachelorstudium in Sportwissenschaften zu belegen brauchst du Abitur, Allerdings brauchst du keinen NC erfüllen. Alternativ kannst du auch mit einer entsprechenden beruflichen Qualifikation ohne Abitur ein Studium beginnen, erkundige dich dazu an deiner Wunsch-Hochschule. Außerdem verlangen viele Hochschulen einen Sporteignungstest und ein ärztliches Attest, um festzustellen, ob du über ausreichend sportliche Eignung für diesen Studiengang verfügst. In meist sechs Semestern und einem Praktikum, erlernst du unter anderem Wissen aus Sportmedizin, Pädagogik und Soziologie, Sportpsychologie, Anatomie und mehreren Wissenschaften rund um das Thema Sport und Bewegung. Je nachdem, ob dein Studium eher pädagogisch oder eher wissenschaftlich fundiert ist, erwirbst du den Bachelor of Arts (B.A.) oder Bachelor of Science (B.Sc.).

Du möchtest Psychologie studieren? Auch hierfür benötigst du natürlich Abitur. Der NC, den du erfüllen musst, unterscheidet sich von Hochschule zu Hochschule. Da Psychologie ein beliebtes Studienfach ist, hat es keine breite Spanne und liegt zwischen 1,0 und 1,4.

NC Sportpsychologie
HochschuleStudiengangNoteWartesemesterStand
Uni Köln Bachelor Psychologie B.Sc.1,019 (3,3 NC)WS 2020/21
Uni WürzburgBachelor Psychologie B.Sc.1,214WS 2020/21
Uni MainzBachelor Psychologie B.Sc.1,37 (Note: 2,1)WS 2020/21
TU DarmstadtBachelor Psychologie B.Sc.1,47 (Note: 2,1)WS 2020/21
TU DresdenBachelor Psychologie B.A.1,314 (Note: 1,8)WS 2020/21

Im Psychologie Studium geht es vor allem um den wissenschaftlichen Ansatz, was das Verhalten und Erleben der menschlichen Psyche betreffen. Du beschäftigst dich mit Methoden, Theorien, Statistiken, Planungen und Forschung, zu allgemeiner-, sozialer- und biologischer Psychologie. Nach meist sechs Semestern hast du deinen Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.). Erst im Master kannst du Schwerpunkte wählen, wie zum Beispiel Sportpsychologie.

Persönliche Voraussetzungen

Wenn du dich für ein Sportpsychologie Studium entscheidest, solltest du vor allem sportbegeistert sein. Solltest du noch keine fundierten psychologische Kenntnisse haben, erlernst du Sie im Master Studiengang Sportpsychologie. Du arbeitest später täglich mit Menschen, egal, ob in der Sportreha oder als Coach. Soziale Kompetenzen und das Interesse an Gesundheit sind daher sehr wichtig. Mit diesen Softskills und Eigenschaften bist du bestens für dieses Studium geeignet:

  • sportlich und fit
  • empathisch
  • geduldig
  • Ruhepol für andere, schließlich suchen dich andere für deinen Rat und Unterstützung auf
  • teamfähig
  • kommunikativ
  • Interesse an der Psyche des Menschen und an Gesundheit
  • Bestreben anderen zu helfen, ihre Ziele zu erreichen

Grund zum Durchatmen: Du musst selbst keinen Leistungssport betreiben, um ein Sportpsychologie Studium zu absolvieren. Während des Studiums belegst du viele Sportkurse und erlernst das sportliche „Know-how“, welches du später in deinem Job benötigst.

Dauer und der Verlauf: Wie lange dauert das Sportpsychologie Studium?

Das Sportpsychologie Studium im Masterstudiengang dauert vier Semester, also zwei Jahre. Je nach Hochschule absolvierst du ein Praxissemester, welches auch im Ausland stattfinden kann. Am Ende hast du den Abschluss Master of Science (M.Sc.).

Welche Studienmodelle gibt es?

Das Sportpsychologie Studium kannst du, je nach Hochschule, berufsbegleitend, als Fernstudium oder in Vollzeit absolvieren. Momentan bieten den Studiengang allerdings insgesamt noch nicht viele Hochschulen an.

Weiterbildungen als Alternative

Du hast weder Sportwissenschaften noch Psychologie studiert, möchtest aber dennoch als Sportpsychologe arbeiten? Dann kannst du einen alternativen Weg einschlagen. Du brauchst trotzdem eine Vorausbildung im Gesundheitsbereich, bist vielleicht Ergo-, Sport- oder Physiotherapeut, im Fitnessbereich, als Trainer oder Vereinsleiter tätig. Auch als Leistungssportler, der eine sportpsychologische Karriere einschlagen möchte oder die eigene athletische Leistung durch Sportpsychologie steigern möchte, könnte eine entsprechende Weiterbildung interessant sein.

Da noch nicht viele Hochschulen ein Sportpsychologie Studium anbieten, möchten wir dir folgende Weiterbildungen als Alternativweg  vorstellen:

Was kostet ein Sportpsychologie Studium

In Deutschland fallen an jeder Hochschule Semestergebühren an. Rechne mit einer Summe zwischen knapp 200 Euro und 300 Euro pro Semester. Aber keine Sorge, du hast natürlich auch etwas von deinen gezahlten Gebühren, beispielsweise ein Semesterticket.

Entscheidest du dich für ein Studium an einer privaten Hochschule, fallen mitunter hohe Kosten für dich an. Wie hoch genau, hängt davon ab, welchen Weg du einschlägst. Möchtest du ein privates Sportpsychologie Studium mit Masterabschluss an einer Fernhochschule machen? Dann kannst du mit Kosten von mindestens 500 Euro bis 2000 Euro pro Monat rechnen.

Du möchtest eine alternative Weiterbildung machen? Dann kommt es darauf an, wie lange sie dauert, ob Fahrt- und Übernachtungskosten bei Präsenzlehrgängen für dich anfallen und ob es Prüfungsgebühren gibt. Bei einer Weiterbildung kannst du mit circa 200 Euro pro Monat rechnen.

Welche Karriere kann ich nach dem Studium einschlagen?

Sportpsychologen in der Rehabilitation helfen dem verletzten Athleten, mental nicht zu übermotiviert und umgekehrt nicht völlig pessimistisch an die Genesung, und das schrittweise Training heranzugehen, um psychisch und körperlich keine Rückschläge zu erleiden. Dabei ist es dein Job, die gesteckten Ziele konstant zu verfolgen, Strategien und Hilfsmittel zu erarbeiten, Selbstvertrauen und Motivation zu geben. Deine Aufgabe ist es, dass durch effektives mentales und körperliches Training dein Klient an sein persönliches Endziel gelangt. Du sorgst damit für emotionale Ausgeglichenheit und eine körperlich stärkere Leistung.

Und genau das machst du auch als Coach. Im Gegensatz zur Sportpsychologie in der Reha, arbeitest du im Leistungssport beispielsweise als Betreuer in der Lehre und der Forschung oder direkt im Leistungssport. Deine sportpsychologisch fundierten Kenntnisse helfen dir dabei, Trainingsverfahren im Leistungssport zu optimieren oder die Kompetenzen von Trainern auszubauen. Ziel hier ist die Leistung von Topsportlern, Nachwuchstalenten und ganzen Teams zu steigern.

Ob im Rehasport oder im Leistungssport – du erstellst Konzepte und Diagnosen, entwirfst Strukturen, entwickelst Therapieverfahren, optimierst Therapiemethoden und förderst den Sportler, den Trainer oder das Team. Dabei geht es um die Persönlichkeitsentwicklung, die Optimierung des gesamten Umfelds, im Rehasport um die Genesung und den Aufbau und schließlich um die Steigerung des Leitungspotentials deiner Klienten.

Gehalt: Was verdienen Sportpsychologen?

Eine ganz schön schwierige Frage, denn dein Gehalt ist von vielen Faktoren abhängig und es kann nicht pauschal gesagt werden, wie viel du nach deinem Sportpsychologie Studium verdienst. Als Erstes kommt es darauf an, für welchen Schwerpunkt du dich entschieden hast. Es kann einen großen Unterschied machen, ob du in der Sportrehabilitation arbeitest, einen großen Fußballverein oder einen einzelnen Top-Athleten betreust. Dann ist auch die Frage, ob du selbst-ständig oder angestellt arbeitest, mit wem du zusammenarbeitest oder wie groß das Unternehmen ist. Auch das Bundesland, deine Berufserfahrung und deine Qualifikation spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, wie viel du nach deinem Sportpsychologie Studium verdienst. Laut Jobbörse.de kannst du, je nach den genannten Faktoren mit 3400 Euro bis 5400 Euro brutto pro Monat als Sportpsychologe rechnen.

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