Medizinmanagement und Medizincontrolling Studium

Der Studiengang richtet sich vor allem – aber nicht nur – an Mediziner, Wirtschaftswissenschaftler und Fachpersonal im Gesundheitswesen mit Berufserfahrung. Das Ziel ist die Ausbildung von Experten für die verschiedenen Aufgaben im Management von großen Praxen, Klinken und Krankenhäusern, die sowohl medizinische Kenntnisse, als auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse mitbringen.

Inhaltsverzeichnis

Gerade das Gesundheitswesen unterliegt durch ständige Reformen einem stetigem Wandel bei gleichzeitig steigenden Ansprüchen an die Mitarbeiter. Betroffen sind neben den ambulanten und stationären Versorgungseinrichtungen (z.B. Arztpraxen und Krankenhäuser), auch Unternehmen der Medizintechnik, die Pharmaindustrie, Apotheken, das Versicherungswesen und alle Dienstleister der Branche. Also reichlich Möglichkeiten für einen Medizinökonom, denn die werden gesucht, um den anspruchsvollen Arbeitsalltag zu organisieren, neu auszurichten oder zu führen.

Ziel der Medizinökonomie / Medizinmanagement / Medizincontrolling Studiengänge ist es, Experten für diese sich verändernden Fach- und Führungsaufgaben auszubilden. Das erfordert medizinisches Wissen, aber eben auch analytische Fähigkeiten, Kommunikations- und Präsentationskompetenz. Im Studium erlernt man daher sowohl Wissen im Bereich der BWL und Recht, als auch medizinisches Grundwissen, was man braucht, um Entscheidungen rund um Praxisleitung und Gesundheitsversorgung treffen zu können.

Bei dem Studium handelt es sich meist um ein weiterbildendes Angebot für Wirtschaftswissenschaftler, Mediziner und Fachpersonal aus dem Gesundheitswesen. Das bedeutet, dass viele Studiengänge berufsbegleitend angeboten werden, teilweise muss man besondere Zulassungsvoraussetzungen (siehe weiter unten) erfüllen.

Wusstest du, dass ...

... 34 Prozent der Deutschen im Jahre 2050 65 Jahre und älter sein werden? Die Lebenserwartung der Deutschen steigt.

... die Gesundheitsausgaben 11 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmachen?

... etwa 90 Prozent der Bevölkerung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind und knapp 60 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben von der GKV getragen werden?

Medizinmanagement und -controlling Studium:
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Studieninhalte

Zu Beginn bleibt noch eines zu klären: Nämlich der Unterschied zwischen Medizinmanagement, Medizinökonomie und Medizincontrolling: Es gibt fast keinen. Die Studiengangsbezeichnungen werden nahezu synonym verwendet. Man kann in den Studienangeboten der verschiedenen Universitäten und Hochschulen die gleichen Inhalte finden – manchmal eben als „Medizinmanagement“, manchmal als „Medizinökonomie“. Gleiches gilt für Medizincontrolling.

Medizinmanagement / Medizinökonomie / Medizincontrolling erfordert ein breites Wissen in verschiedenen Bereichen. Neben allgemeiner Betriebswirtschaft und rechtlichen Grundlagen, stehen Praxismanagement, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Personalmanagement und Gesundheitspolitik auf dem Studienplan. Fächer wie Psychologie, Ethik, Patientenbetreuung und medizinische Grundlagen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Daneben prägt ein großer praktischer Teil den Studienverlauf, wenn der Studiengang berufs- oder ausbildungsbegleitend angelegt ist.

Personalmanagement

Im Grunde gibt es Personalmanagement in jedem Betrieb. Die Kernfunktion ist die Organisation des optimalen Personaleinsatzes mit Blick auf die Emotionen der Mitarbeiter, wie auch die Wirtschaftlichkeit.

Ethik

Sie soll allgemeine Prinzipien guten, sittlichen Handelns vermitteln. Urteilsvermögen muss durch praktische Erfahrungen geschult werden, da man gerade im Gesundheitswesen diese Prinzipien situationsabhängig immer wieder neu anwenden muss.

Öffentlichkeitsarbeit

Hier geht es vor allem um die Kommunikation zwischen dem Unternehmen auf der einen Seite und Kunden / Patienten, Lieferanten, Aktionären, Arbeitnehmern usw. auf der anderen Seite.

Voraussetzungen

Bachelor

Für die Aufnahme eines Bachelorstudiums ist die Grundvoraussetzung die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife (=Abi / Fachabi). Mit entsprechender Ausbildung und Berufserfahrung kann man auch ohne Abitur studieren. Darüber hinaus gibt es für die Bachelor-Studiengänge keine Bedingungen, wie zum Beispiel ein Pflichtpraktikum vor dem Studienbeginn, oder ähnliches. Allerdings sollte man sich über die genauen Studieninhalte informieren und diese mit anderen ähnlich Studiengängen vergleichen.

Master

Die Masterstudiengänge richten sich an Absolventen eines Hochschulstudiums im Bereich Gesundheitswesen oder Wirtschaft, d.h. Human- oder Dentalmediziner, Pharmazeuten und Wirtschaftswissenschaftler. Dazu kommen weitere Voraussetzungen: An der Uni Köln werden z.B. nur Mediziner oder Pharmazeuten in den Master aufgenommen, die Uni Duisburg-Essen verlangt eine Abschlussnote des Erststudiums nicht schlechter als 2,7 und die Graduate School Rhein-Neckar setzt zwar keine Mindestnote an, dafür muss der Bewerber zwei Jahre praktische Berufserfahrung mitbringen.

Die Bewerbungsfristen und die Voraussetzungen unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule. Daher unbedingt frühzeitig informieren!

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Studium finden

Karriere

Wie bereits erwähnt, ist es das Ziel des Studiums, Experten für Fach- und Führungspositionen im Gesundheitswesen auszubilden. Das beinhaltet in erster Linie natürlich Positionen in Krankenhäusern oder Kliniken, wo du im Projektmanagement, Qualitätsmanagement, im Bereich der Unternehmensentwicklung, im Finanz – und Leistungscontrolling oder auch als Assistenz der Geschäftsführung tätig sein kannst.

Außerhalb von Krankenhäusern und Klinken, gibt es die Möglichkeit als Praxismanager in großen Arztpraxen oder Gesundheitszentren zu arbeiten. Vom Fallmanager bei der Krankenkasse oder Projektmanager bei Beratungsunternehmen, über DRG* –Berater bei Pharmaunternehmen oder bei Herstellern von Medizinprodukten, bis hin zum wissenschaftlichen Mitarbeiter in Berufsverbänden – ein breitgefächertes Arbeitsfeld.

*DRG: Klassifikationssystem für Abrechnungen im Gesundheitswesen

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