Pflege Studium

Du willst Pflege studieren? Dann bist du bei uns genau richtig, um dir einen ersten Überblick über alle Pflege Studiengänge, Inhalte, Voraussetzungen und Karriereperspektiven sowie Hochschulanbieter zu verschaffen!

Es ist großartig, dass wir Menschen dank neuster medizinischer Erkenntnisse und Errungenschaften länger leben! Doch die Kehrseite sind große Herausforderungen, denen die Pflege (und das Gesundheitswesen im Allgemeinen) dadurch gegenübersteht:

  • Zunehmende Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention von Krankheiten
  • Neue Zielgruppen wie Migranten oder pflegende Angehörige
  • Gesundheitsprobleme älterer Menschen durch chronische Krankheiten
  • Demografischer Wandel

Eine Altenpflegerin beugt sich lachend über eine alte Dame im Rollstuhl.Weil es immer mehr ältere Menschen in Deutschland gibt, steigt vor allem auch die Pflegebedürftigkeit, doch derzeit gibt es viel zu wenig Pflegefachkräfte. Laut des Statistischen Bundesamtes waren im Dezember 2015 knapp 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig. Die Prognose des Bundesministerium für Gesundheit ist ernüchternd: 2050 sollen es 4,23 Millionen sein. Wer soll sich kümmern? Viele Menschen brauchen Hilfe, um gesund zu werden oder gesund zu bleiben. Es muss aber auch eingeschätzt werden, welche Hilfe in welchem Aufwand angemessen ist. Können die Mitarbeiter die Hilfe leisten?

So werden nicht nur händeringend Pflegekräfte gesucht, sondern auch Fachkräfte, die an der Schnittstelle von BWL, Wissenschaft und Praxis Pflegeeinrichtungen (mit)leiten können.

Hinter unserer Studiengangbeschreibung Pflege verbergen sich verschiedene Studiengänge wie Pflegemanagement, Pflegewissenschaften, Medizinalfachberufe, Pflege und Gesundheitsförderung sowie einige spezielle Formen der Pflege. Aufgrund der Vielfalt können wir dir nur einen grundsätzlichen Überblick geben. Möchtest du mehr über einzelne Studiengänge wissen, dann wirst du auf den Seiten der einzelnen Hochschulen fündig. Und auch auf unserem Partnerportal Pflegestudium.de findest du ausführliche Informationen zu Pflegestudiengängen, Inhalten, Karriereaussichten und so weiter.

Wusstest du, dass ...

... der Anteil an den über 80-Jährigen in Deutschland zwischen 2010 und 2050 um mehr als 180 Prozent steigen wird?

... am 12. Mai der internationale "Tag der Pflege ist"?

... Florence Nightingale wesentlich dazu beitrug, dass sich die Krankenpflege zu einem gesellschaftlich geachteten und anerkannten Berufsweg für Frauen entwickelte?

Pflege Studium: Alle Infos

Studieninhalte

Ein Pflegemanager schüttelt einem Arzt freundlich die Hand.Die Auswahl an Pflege Studiengängen ist ziemlich groß, so können wir dir hier nur einen groben Überblick geben. Vielleicht weißt du schon, dass du ins Pflegemanagement gehen möchtest? Oder willst du direkt am Menschen arbeiten? Egal, in welche Richtung es für dich geht, alle Studiengänge werden dich bestens auf deine zukünftige Aufgabe vorbereiten und dich zu einer begehrten Fachkraft machen.

Mittlerweile geht es in der Pflege nicht mehr allein um die Patientenversorgung, sondern vor allem auch um die Kosteneffizienz. In den kommenden Jahren soll die Qualität der Versorgungsleistungen deutlich verbessert werden. Gleichzeitig sollen aufgrund von immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen die Leistungen wesentlich effizienter und effektiver als bisher erbracht werden. Wer würde hier also mehr gebraucht als jemand, der den strukturellen und finanziellen Überblick hat?

Im Studiengang Pflegemanagement zum Beispiel wirst du zu einem multidisziplinären Pflegeexperten ausgebildet. Das Studium bereitet sich auf das Lösen komplexer Management- und Expertenaufgaben in pflegerischen Versorgungsbereichen, einer Beschäftigung in der Pflegeforschung oder im Gutachterwesen vor.

Zu den Studieninhalten gehören:

  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Methoden der Diagnostik, Therapie und Betreuung
  • Qualitäts- und Projektmanagement
  • Grundlagen der Rechtswissenschaften
  • Pflege-und Gesundheitsrecht
  • Pflegewissenschaft- und forschung
  • Führung und Leitung
  • Uvm.

Bildausschnitt von zwei Händen, die sich auf einen Gehwagen aufstützen. Eine dritte Hand ist helfend über die eine Hand gelegt.Im Studiengang Pflege (beispielsweise) lernst du, die Gesundheit deiner Patienten zu fördern, Risiken zu minimieren sowie ein professionelles Verhältnis zu ihm aufzubauen – sei der Patient krank, beeinträchtigt oder im Sterben liegend. Neben dem medizinischen und klinischen Wissen lernst du außerdem, wie du professionell informierst, berätst und anleitest. Dabei spielt nicht nur der Umgang mit den Pflegebedürftigen eine Rolle, sondern auch mit deren Angehörigen oder anderen Pflegekräften.

Voraussetzungen

Um später im Pflegebereich zu arbeiten, solltest du einige Voraussetzungen mitbringen. Nicht jeder ist dazu gemacht, direkt mit kranken oder beeinträchtigten Menschen zu arbeiten.Und nicht jeder ist dazu gemacht, ein Organisationstalent zu sein. Die Voraussetzungen, die wir hier auflisten, haben wir im Allgemeinen recherchiert. Du musst nicht an jeder Hochschule und für jeden Studiengang alle Voraussetzungen erfüllen. Sehr häufig kommt es allerdings vor, dass du bereits Berufserfahrung im Bereich Gesundheit oder Pflege gesammelt haben solltest. Mehr Details für deinen Wunschstudiengang findest ansonsten auch auf den Internetseiten der Hochschulen.

  • Abitur, Fachhochschulreife oder gleichwertigen Abschluss
  • Häufig ist ein Pflegestudium auch ohne Abitur möglich
  • Abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich der Pflege oder Nachweis eines Ausbildungsvertrages
  • Aktuelle Berufstätigkeit
  • Leistung, Talent, Motivation und Disziplin
  • Bei dualem Studium: verbindliche Ausbildungsplatzzusage bei einem Unternehmen

Masterstudiengänge werden generell recht wenig angeboten.

  • Erster Hochschulabschluss in einem Pflegestudiengang oder fachverwandten Disziplin
  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung
  • Gute Abschlussnote
  • Teilweise Motivationsschreiben gewünscht
  • Teilweise persönliches Eignungsgespräch

Persönliche Voraussetzungen

  • Gerne mit Menschen arbeiten
  • Keine Berührungsängste
  • Sensibilität und Einfühlungsvermögen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Belastbarkeit
  • Nervenstärke
  • Selbstbewusstsein
  • Kommunikationsstark

Dauer und Verlauf

Bachelor

Das Pflege Studium dauert in der Regel sechs bis sieben Semester.

Verlauf des Studiums hängt auch von der Studienform ab:

Duales Studium: Ein duales Studium Pflege verbindet die Ausbildung z.B. zum Altenpfleger, Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger etc. mit einem Studium. Meistens wechseln sich die Studien- und Ausbildungsphasen ab. Es gibt aber auch Varianten, bei denen man zuerst mit der Ausbildung beginnt und nach ein bis zwei Jahren zusätzlich das Studium aufnimmt.

Berufsbegleitendes Studium: Sehr verbreitet im Bereich Pflege sind auch berufsbegleitende Teilzeitstudiengänge. Es gibt sie sowohl als Pflege Fernstudium, als auch als Teilzeitstudium mit Präsenzphasen. Bei einem Fernstudium geht man meistens seinem Job in vollem Umfang nach und lernt abends bzw. an freien Tagen zu Hause, bei einem Teilzeitstudium hingegen wird oft die Variante praktiziert, die Arbeitsstunden zurückzufahren und z.B. für die Studienzeit nur noch halbtags zu arbeiten.

Vollzeitstudium: Diese Studienform ist normalerweise geeignet für alle, die direkt nach dem Schulabschluss studieren wollen. Allerdings sind die Vollzeit-Pflege-Studiengänge anders organisiert. Da dieser Beruf sehr praxisorientiert ist, werden immer mindestens pflegerische Basisqualifikationen als Zulassungsvoraussetzung benötigt.
Das bedeutet: Wer Pflege in Vollzeit studieren möchte, sollte beispielsweise eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können.

Die Inhalte sind trotz verschiedener Studienformen gleich. Wann allerdings die Praxisphasen stattfinden und wie häufig, ist unterschiedlich. Im letzten Semester schließt du dein Studium jedoch immer mit dem Schreiben der Bachelorarbeit ab.

Und wie ist das beim Master?

Masterstudiengänge werden recht wenig angeboten.

  • 3 - 4 Semester
  • Meistens theoretischer und wissenschaftlicher ausgerichtet
  • Zu Beginn werden die Grundlagen aufgegriffen und vertieft. Im Laufe des Masterstudiums kannst du deine eigenen Schwerpunkte legen und diese intensiver studieren. Wie hoch der Praxisanteil im Masterstudium ist, hängt vom Studiengang und der Hochschule ab. Im letzten Semester hast du Zeit, um deine Masterarbeit zu schreiben.

Studienformen

Eine Pflegerin macht mit einer älteren Dame am Rollator einen Spaziergang im Park. Alle Studienformen werden für den Bereich Pflege angeboten. Hauptsächlich das berufsbegleitende Präsenzstudium und das duale Studium. Aber der Bereich Pflege ist auch als Vollzeitstudium und als Fernstudium zu absolvieren. Mithilfe unserer Datenbank findest du heraus, welche Studienform du an welcher Hochschule absolvieren kannst.

Das Studium ist insgesamt sehr praktisch angelegt, wie an der Häufigkeit der angebotenen Studienformen erkennen kannst. Das mag auch der Grund sein, dass Studiengänge im Pflegebereich häufig an den praxisorientierten FHs zu finden sind. Meistens sind die Dozenten ehemalige Fachkräfte aus dem Bereich der Pflege, die ihre Erfahrungen in den Unterricht einfließen lassen.

Der Unterricht an den Universitäten (zum Beispiel mit einem klassischen Vollzeitstudium) ist theoretischer orientiert als an einer FH und vielmehr auf Wissenschaft und Empirie ausgerichtet. Aber natürlich kommt auch die Praxis nicht zu kurz, etwa durch Praktika und Praxissemester.

Karriere nach dem Studium

Die beruflichen Aussichten in der Pflege, Pflegewissenschaft oder im Pflegemanagement sind sehr gut. Ein Studium in diesem Bereich bedient die große Nachfrage nach qualifiziertem Fachpersonal. Je nach persönlichen Schwerpunkten, die im Studium gelegt wurden, ergeben sich für Absolventen verschiedene Beschäftigungsfelder:

  • Ambulante und stationäre Versorgungseinrichtungen
  • Krankenkassen
  • Gesundheitsdienstleister
  • Unternehmen in der Gesundheitsbranche
  • Gesundheitsförderung
  • Vereine
  • Gesundheits- und Sozialeinrichtungen
  • Hochschulwesen
  • Städte und Kommunen

Mehrere Gesundheitsmanager stehen um einen Tisch versammelt und werten verschiedene Unterlagen und Daten aus.Wenn du schon früh weißt, in welchem Bereich du nach dem Studium arbeiten möchtest, solltest du dich schon im Studium darauf spezialisieren. Siehst du dich zum Beispiel in der Verwaltung oder bei Krankenkassen, so ist ein fundiertes juristisches Wissen von Vorteil. Zukünftige Personaldienstleiter profitieren von psychologische Qualifikationen, während Mitarbeiter im Controlling oder im Qualitätsmanagement vor allem mathematische und analytische Fähigkeiten benötigen. Für alle, die ihre Zukunft in der Bildungsbranche oder im Bereich Aus- und Fortbildung sehen, sind zusätzliche pädagogische Qualifikationen unerlässlich.

Um dir einen besseren Einblick in das Berufsleben in der Pflege zu geben, stellen wir dir drei Berufsbilder vor.

  • Pflegedienstleitung

    Pflegedienstleiter haben viele unterschiedliche Aufgaben: Sie sind verantwortlich für das Personalmanagement, erstellen Pflegekonzepte und überprüfen, ob vorgegebene Standards auch eingehalten werden. Sie überwachen Arbeitsabläufe und kümmern sich gleichzeitig um die Einhaltung des Budgets und die Abrechnung der Pflegesätze mit den Krankenkassen. Bei ihnen laufen alle Fäden zusammen, und letztendlich sind sie es, die für den reibungslosen Ablauf der Pflegedienstleistung verantwortlich sind.

    Diese berufliche Position eignet sich dementsprechend für alle, die gerne Verantwortung, Entscheidungsgewalt und Freude an einer vielfältigen und abwechslungsreichen Tätigkeit haben. Pflegedienstleiter sollten aber auch Durchsetzungsvermögen, Organisationstalent, Entschlussfreudigkeit sowie ein hohes Maß an Konfliktfähigkeit mitbringen.

  • Qualitätsmanagement

    Das Qualitätsmanagement arbeitet der Geschäftsführung zu und trägt mit seiner Arbeit dazu bei, dass vorgegebene Standards eingehalten und Pflegedienstleistungen weiter optimiert werden können. Meist fällt auch das Beschwerdemanagement in diesen Aufgabenbereich. Der Qualitätsmanager analysiert die Abläufe, Prozesse und Ergebnisse der erbrachten Dienstleistungen, dokumentiert die Pflegeabläufe und steht im ständigen Austausch mit Mitarbeitern und Patienten. Seine Aufgabe ist es, die richtige Balance zwischen der Wirtschaftlichkeit eines Betriebs sowie den Anforderungen der Kunden und Patienten zu finden.

    Qualitätsmanager arbeiten zu Dokumentations- und Analysezwecken mit unterschiedlichen Systemen und Programmen; eine gewisse Affinität zu Computern und IT sollten Bewerber deswegen mitbringen. Da Qualitätsmanager in ihrer Funktion auch oft als Mediator oder Vermittler fungieren, sollten sie neben methodischem und analytischem Können außerdem auch gute Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz vorweisen können.

  • Pflegeberater

    Auch als Berater für Verbände, Krankenhäuser, Wohlfahrtsorganisationen oder ambulante Pflegedienste können qualifizierte Fachkräfte aus dem Pflegebereich Karriere machen. Sie arbeiten zum Beispiel als Unternehmensberater in der Gesundheitsbranche oder für Medizinprodukthersteller und tragen durch ihr Know-how und ihre Erfahrung dazu bei, die Dienstleistungen eines Unternehmens zu optimieren.

    Als Berater kann man aber auch für Firmen tätig sein, welche für den Pflegebereich spezialisierte Programme und Software wie Klinikinformationssysteme anbieten, diese in den jeweiligen Betrieben installieren und die Mitarbeiter für deren Verwendung schulen. Auch die Pflegekassen stellen qualifizierte Pflegefachkräfte in beratenden Tätigkeiten an. Hier sind sie dafür verantwortlich, Versicherte hinsichtlich der ihnen zustehenden Leistungen zu beraten und sie in Pflegesituationen durch informative Hilfestellung zu unterstützen. Bevor man eine Karriere als Berater anstrebt, empfiehlt es sich allerdings, erst einmal einige Jahre in einem Berufsfeld tätig zu sein. So kann man die notwendige Kompetenz und Erfahrung sammeln und die notwendige Glaubwürdigkeit aufbauen.

Gehalt

Eine spannende Frage ist die Frage nach dem Gehalt. Schließlich möchte man sich ja nach seinem Studium ein bisschen was leisten, oder? Leider können wir dir keine verbindlichen Angaben machen, denn Job ist nicht gleich Job. Es spielen verschiedene Faktoren in das Gehalt mit hinein. Ein wichtiger Faktor ist zum Beispiel, ob du einen akademischen Abschluss hast. Der zahlt sich auf jeden Fall aus. Arbeitest du in einem großen Unternehmen? Wo ist der Standort? Tatsächlich ist es so, dass auch die Region einen Einfluss auf das Gehalt hat. Das hängt mit den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Bundesländern zusammen. Weitere Faktoren sind das Aufgabenfeld, deine Berufserfahrung, das persönliche Verhandlungsgeschick und ob du sogar nach Tarif bezahlt wirst.

TätigkeitBrancheGeschlecht und AlterUnternehmensgrößeBruttogehalt/Monat
PflegemanagementGesundheitswesenw, 34 Jahre1001 - 50004.486 €
PflegemanagementGesundheitswesenm, 43 Jahre51 - 1004.394 €
PflegedirektorGesundheitswesenm, 30 Jahre21 - 506.605 €
HeimleitungGesundheitswesenw, 55 Jahre1 - 52.815 €
HeimleitungGesundheitswesenw, 42 Jahre21 - 503.357 €
PflegerGesundheitswesenm, 33 Jahre6 - 202.850 €
AltenpflegerinSoziale Einrichtungenw, 29 Jahre1001 - 50002.281 €
AltenpflegerinGesundheitswesenw, 56 Jahre101 - 5001.758 €
ControllerGesundheitswesenm, 29 Jahre101 - 5002.622 €

Quelle: Gehalt.de

War dieser Text hilfreich für dich?

5,00 /5 (Abstimmungen: 3)

Kommentare

Spamschutz: Schreibe das Wort "gesundheit":

Weiterempfehlen

Wenn dir unser Angebot gefällt, freuen wir uns über eine Empfehlung!

Schließen

Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de

Schließen

Alle Fachbereiche auf einen Blick findest Du unter: www.das-richtige-studieren.de