Ernährungswissenschaften Studium

Wie setzt sich Ernährung zusammen und vor allem: Welche Auswirkung hat sie auf den menschlichen Körper? Diesen und vielen anderen Fragen geht das Ernährungswissenschaften Studium nach. Bei uns erfährst du alles zu diesem Studiengang und wie im Anschluss an das Studium deine beruflichen Perspektiven aussehen.

In der Gesundheitsforschung ist die Ernährungswissenschaft ein zentraler Punkt. Trotz verschiedener Ernährungstrends und vermehrtem Bewusstsein für gesunde Ernährung und qualitative Lebensmittel gibt es noch immer viel zu häufig einseitige Ernährungsweisen und Übergewicht. Die Folge davon können Erkrankungen wie Diabetes sein. Auch Tumorerkrankungen werden mit der Ernährung in Verbindung gebracht, da Lebensmittel oft mit Schadstoffen belastet sind. Umso wichtiger ist es, Lebensmittel genau unter die Lupe zu nehmen, denn Nahrung, Ernährung und Stoffwechsel gehen ineinander über und im Prinzip sind wir (oder werden wir zu dem), was wir essen.

Im Ernährungswissenschaften Studium lernst du alles über das Zusammenspiel zwischen Körper und Ernährung: Welche Prozesse im Körper bei der Nahrungsaufnahme ablaufen, wie die Lebensmittel chemisch zusammengesetzt sind und wie unser Körper mit den Inhaltsstoffen umgeht.

Alternative Möglichkeiten

Nicht nur der Studiengang Ernährungswissenschaften beschäftigt sich mit dem Thema Ernährung und Gesundheit. Bei deiner Suche nach dem richtigen Studienplatz könnten für dich können auch Studiengänge wie Ernährungstherapie und Ernährungsberatung, Clinical Nutrition, Ernährungsmanagement und Diätetik oder Ökotrophologie mit Schwerpunkt Ernährung in Frage kommen. Alternativ gibt es viele Ernährungsberater Ausbildungen, diese sind allerdings nicht akademisch, statt eines Bachelors oder Masters erhältst du am Ende ein Zertifikat.

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Du interessierst dich für gesunde Ernährung und kannst dir eine Zukunft als Ernährungsberater vorstellen? Dann könnte das Fernstudium "Ernährungswissenschaften" der IUBH das Richtige für dich sein. Details findest du im Infomaterial.

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Ernährungswissenschaften Studium: Alle Infos

Was lerne ich im Ernährungswissenschaften Studium?

Das Ernährungswissenschaften Studium ist interdisziplinär angelegt und beschäftigt sich mit allen mit der Ernährung im Zusammenhang stehenden Aspekten. Du gehst der Frage nach, wie sich die Nahrungsmittelinhaltsstoffe auf deinen Körper auswirken, welche Rolle Nahrung für die Gesundheit und Erkrankung spielt. Du lernst, eine gesundheitliche Bewertung von Lebensmitteln und deren Inhaltsstoffen vorzunehmen, Ernährungskonzepte zu erklären und umzusetzen und du lernst Technologien zur Verarbeitung von Lebensmitteln und alternative Methoden.

Um diese umfangreichen Themengebiete der Ernährungswissenschaft zu verstehen und damit arbeiten zu können, musst du die naturwissenschaftlichen Grundlagen lernen; so besteht das erste Studienjahr vor allem aus den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Physik.

Hast du die Grundlagen erstmal gelegt, geht es weiter mit den Kernfächern der Ernährungswissenschaft. Studieninhalte sind:

  • Lebensmittelchemie
  • Immunologie
  • Physiologie
  • Biochemie
  • molekularbiologischen und biomedizinischen Forschungsmethoden
  • Humanbiologie
  • Anatomie
  • Ernährungslehre
  • Marketing und Märkte der Ernährungswirtschaft
  • Qualitätsbewertung tierischer und pflanzlicher Produkte
  • Lebensmittelrecht
  • Lebensmittelhygiene

In den höheren Semestern kannst du deine eigenen Interessen vertiefend in den frei wählbaren Schwerpunkt-Seminaren wählen.

Passende Hochschulen für Ernährungswissenschaften

Welche Voraussetzungen brauche ich für Ernährungswissenschaften?

Bachelor

  • Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
  • Gute Sprachkenntnisse in Englisch
  • praktische Berufserfahrung oder zumindest ein Praktikum im Gesundheitswesen
  • teilweise Auswahlverfahren mittels Numerus Clausus (NC)

Jede Bildungseinrichtung hat ihre eigenen Zulassungsvoraussetzungen, die wir hier für dich zusammengefasst haben. Alle weiteren Infos zu den Zulassungsbedingungen findest du auf den Seiten deiner Wunschuni, im Infomaterial oder du fragst einfach bei der Studienberatung nach.

Master

  • Bachelorabschluss in Ernährungswissenschaften, Ökotrophologie oder in einem vergleichbaren Fach
  • teilweise Abschlussnote nicht schlechter als 2,3
  • Gute Englischkenntnisse
  • Manchmal wirst du zu einem Fachgespräch eingeladen, um deine Eignung zu überprüfen

Wie auch beim Bachelorabschluss gilt hier: Alle weiteren und detaillierten Voraussetzungen erfährst du bei der jeweiligen Hochschule.

Beispielhafte NC und Wartesemester für Ernährungswissenschaften Studium

HochschuleStudiengangNoteWartesemesterStand
Justus-Liebig-Universität GießenBachelor Ernährungswissenschaften2,5 4 (Note: 2,6)WS 2019/20
Friedrich-Schiller-Universität JenaBachelor Ernährungswissenschaften2,52 (Note: 2,7)WS 2019/20
Hochschule NiederrheinBachelor Ernährungswissenschaften2,74 (Note: 2,8)WS 2019/20
Universität BonnBachelor Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften2,56 (Note: 3,5)WS 2019/20
Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergBachelor Ernährungswissenschaften1,46 (Note: 1,8)WS 2019/20

Persönliche Voraussetzungen

Bevor du dich für ein Ernährungswissenschaften Studium einschreibst, solltest du dir bewusst machen, dass es sehr naturwissenschaftlich angelegt ist. Wenn du also in der Schule Schwierigkeiten mit Physik oder Chemie hattest, solltest du deine Studienwahl möglicherweise nochmal überdenken oder gucken, welche anderen Studiengänge es im Bereich Ernährung gibt. Ansonsten gelten für den Bachelor- wie für den Masterabschluss folgende persönliche Voraussetzungen:

  • Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen
  • Verständnis und Kenntnisse in Biologie, Chemie, Mathe und Physik
  • Fähigkeit zum selbstorganisiertem Lernen
  • Englischkenntnisse
  • Neugier, Ausdauer und Motivation
  • Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit Informationen aus der Fachliteratur

Dauer und Verlauf

Bachelor

Das Bachelorstudium Ernährungswissenschaften dauert in der Regel sechs Semester. Während des Grundstudiums erwirbst du alle wichtigen naturwissenschaftlichen Grundlagen, in den höheren Semestern werden verstärkt ernährungswissenschaftliche Inhalte vermittelt. Jede Uni, FH oder Akademie bietet dir die Möglichkeit, eigene Themen-Schwerpunkte zu setzen und deinen persönlichen Interessen im Studium nachzugehen.

Praktika oder Projektarbeiten sind in den sechs Semestern bereits integriert. Ob du das Praktikum zu Beginn des Studiums absolvierst oder eher am Ende, ist unterschiedlich geregelt. Das Studium schließt du mit dem Verfassen deiner Bachelorarbeit ab und hast danach den Bachelor of Science in der Tasche.

Master

Ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium in Ernährungswissenschaften öffnet dir den Weg zu einem vertiefenden Masterstudium. Dieses dauert drei bis vier Semester. Meistens kannst du schwerpunktorientiert studieren und so deine berufliche Karriere in erste Bahnen lenken.

Ob und wann es Praxisphasen gibt, hängt von der Hochschule ab. Mit dem Schreiben und dem Bestehen deiner Masterarbeit im letzten Semester erwirbst du den Master of Science. Mit dem Abschluss kannst du entweder promovieren oder Karriere in einer Führungsposition im Gesundheitswesen machen.

Studienmodelle

Egal, ob du das Ernährungswissenschaften Studium mit einem Bachelor oder Master abschließen willst: Das Vollzeitstudium ist die gängigste angebotene Studienform. Das heißt, du bist „von Beruf“ Vollzeitstudent. An wenigen Hochschulen wird der Studiengang auch als berufsbegleitendes Präsenzstudium, als duales Studium oder als Fernstudium angeboten.

Karriere nach dem Studium

Eine Ernährungsberaterin hat eine Sitzung mit einem jungen PatientenDa Ernährung eine immer größere Rolle spielt, sind die Aussichten als Ernährungswissenschaftler sehr gut. Nicht zuletzt durch aufkommende Intoleranzen gegenüber Lebensmitteln, sondern auch durch ein verstärktes Bewusstsein für bio, vegan und Co. Doch nach wie vor gibt es auch viel zu oft ernährungsbedingte Krankheiten. Das alles bietet ein breites Forschungs- und Arbeitsfeld für Ernährungswissenschaftler.

Als Ernährungswissenschaftler kannst du in Unternehmen in der Lebensmittelindustrie und der Pharmaindustrie arbeiten, in Forschungseinrichtungen, bei Krankenkassen, Verbraucherzentralen oder im öffentlichen Dienst. Und was sind dort deine Aufgabenbereiche? Dir stehen viele Möglichkeiten offen, vor allem, wenn du an deinen Bachelorabschluss noch einen Master drangehängt hast.

Was machen Ernährungswissenschaftler?

  • Beratung, Aufklärung und Prävention
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Produktentwicklung und Marketing
  • Administrative Tätigkeiten und Qualitätssicherung
  • Familien- und Entwicklungshilfe
  • Analyse von Vorgängen und Problemen im spezifischen Berufsfeld / Praxisorientierte Problemlösung
  • Lebensmittelprüfung
  • Forschung oder Lehrtätigkeit

Wie viel verdienen Ernährungswissenschaftler?

Durch dein Ernährungswissenschaften Studium – und im besten Fall einem Master – kannst du als Ernährungswissenschaftler ein vergleichsweise gutes Gehalt bekommen. Zwischen 2.800 Euro und rund 4.000 Euro brutto im Monat sind laut Gehalt.de realistisch (Stand: Juli 2020). Wobei wir dazu sagen müssen, dass die Gehaltsangaben sehr individuell sind und von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. So spielt auf jeden Fall deine Qualifikation mit in das Gehalt, aber ebenso der Standort und die Größe des Unternehmens, die Branche und – wenn du nicht nach Tarif bezahlt wirst – wie du dich in den Gehaltsverhandlungen schlägst. Es ist davon auszugehen, dass du mit zunehmender Berufserfahrung und dem Aufstieg in bessere Position im Unternehmen ein höheres Einkommen erhältst.

Zur Gehaltsstruktur im Gesundheitswesen informiert dich unser Artikel Gehalt in der Gesundheitsbranche noch ausführlicher.

Alternative zum Studium: Ernährungsberater Ausbildung

Vielleicht ist ein Studium nicht der richtige Weg für dich und du möchtest lieber eine nicht-akademische Alternative in Betracht ziehen? Eine Ernährungsberater Ausbildung ist so eine Alternative. In neun bis 15 Monaten lernst du unter anderem das Grundlagenwissen zum Thema Ernährung, Lebensmittelkunde, ernährungsbedingte Krankheiten und vieles mehr. Auch die Ernährungsberatung mit Klienten ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährungsberater Ausbildung.

Mehr Details findest du in unserem ausführlichen Artikel zur Ernährungsberater Ausbildung oder im Infomaterial, das die Ausbildungsanbieter kostenlos und unverbindlich zur Verfügung stellen.

Anbieter für eine Ernährungsberater Ausbildung

Wusstest du, dass ...

... in deinem Mund mehr Bakterien sind, als es Menschen auf der ganzen Welt gibt?

... die Masse an probiotischen Bakterien, die jeder Mensch im Darm hat, schätzungsweise 1,5 Kilo beträgt?

... laut des RKI in Deutschland 67 % der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig sind?

... die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, höchstens 25 Gramm Zucker am Tag zu sich zu nehmen? Das entspricht ungefähr acht Zuckerstückchen.

17 Hochschulen, die ein Ernährungswissenschaften Studium anbieten

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