Gesundheits- und Sozialmanagement Studium

Du kannst dich nicht entscheiden, ob du Gesundheits- oder Sozialmanagement studieren willst? Dann entscheide dich für ein kompaktes Gesundheits- und Sozialmanagement Studium. Hier bekommst du alle Infos rund um das Studium und alles zu den Jobaussichten.

Eine Gesundheits- und Sozialmanagerin sitzt mit jungen Leuten im Gespräch zusammenSowohl der Gesundheits- als auch der Sozialsektor stehen vor der großen Herausforderung, bei steigenden Anforderungen und sinkenden Mitteln ökonomisch und profitorientiert zu handeln. Gleichzeitig sollen die ideellen und ethischen Werte aber immer im Blick behalten werden. Zudem nimmt der Wettbewerb mehr und mehr zu, denn Effektivität und Effizienz werden zum neuen Maßstab. Immerhin: Die Branche boomt! Du möchtest diese Herausforderungen annehmen und neue, kreative Wege in diesem Spannungsfeld finden? Dann lies hier alles zum Gesundheits- und Sozialmanagement Studium.

Wusstest du, dass ...

... ein Psychologe behauptet: Wer lange gähnt, hat mehr im Kopf?

... die durchschnittlichen medizinischen Kosten für einen Menschen während der letzten zehn Tage seines Lebens höher sind als die gesamten Gesundheitsaufwendungen davor?

... in Deutschland pro Jahr 315 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen ausgegeben werden?

Gesundheits- und Sozialmanagement Studium: Alle Infos

Studieninhalte

Eine Gruppe junger Studenten sitzt im GesprächskreisDer Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement ist sozusagen der „Schwesternstudiengang“ zu Gesundheitsmanagement und Gesundheitsökonomie. Der bedeutendste Unterschied ist der, dass du mit diesem Studium nicht nur im Gesundheitswesen arbeiten kannst, sondern auch im Sozialbereich. Deswegen ist dieses Studium eine gute Mischung für alle, die gerne im sozialen Bereich tätig sein möchten und gleichzeitig wissen, dass auch hier ein betriebswirtschaftliches Denken nötig ist. Warum ist das so? Weil sich die demografischen Strukturen verändern. Die deutsche Gesellschaft altert, soziale Strukturen brechen auf, soziale Brennpunkte entstehen. Dadurch entsteht ein vermehrter Bedarf an institutioneller Unterstützung, die Zahl an Pflege- und Behandlungsbedürftigen nimmt weiter zu. Hier greift das Gesundheits- und Sozialmanagement. Gefragt sind neue Strukturen, neue Einrichtungen, gutes Personal und eine realistische Finanzierung für alle. Innovative Managementansätze sind gefragt!

In diesem Studium erwirbst du alle wichtigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sowie übergreifende Managementkompetenzen. Sie befähigen dich dazu, in allen Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen zu arbeiten.

Während deines Bachelorstudiums werden dir unter anderem folgende Inhalte vermittelt:

  • BWL und VWL
  • Finanzmanagement, Buchführung, Investition (in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen)
  • Wirtschaftsmathematik
  • Projektmanagement
  • Mikro- und Makroökonomie
  • Grundlagen der Sozialen Arbeit und Gesundheit
  • Gesundheits- und Sozialsektor in Deutschland
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Gesundheitsversorgung
  • Zielgruppen- und Handlungsfelder im Sozial- und Gesundheitsbereich
  • Geistes- und Humanwissenschaften
  • Recht

Je nach Hochschule können die Inhalte und die Schwerpunkte variieren. Doch am Ende des Studiums wirst du in der Lage sein, Fach- und Leitungsfunktionen in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu übernehmen. Das ist das Ziel von jedem Studiengang.

Voraussetzungen

Bachelor

  • Du brauchst entweder Abitur (Allgemeine Hochschulreife) oder das Fachabitur
  • Mittlerweile kannst du an vielen Bildungseinrichtungen auch ohne Abitur studieren
  • teilweise berufliche Erfahrung im sozialen Bereich oder Gesundheitswesen gewünscht
  • gute Englischkenntnisse
  • teilweise NC: zum Beispiel an der Hochschule Emden-Leer WS 2016/17 2,6 (10 Wartesemester)

Master

  • Bachelorabschluss in einem fachverwandten Studiengang, zum Beispiel Pflege, Soziale Arbeit, BWL, Gesundheitsmanagement etc.
  • teilweise brauchst du zum Bachelorabschluss Berufserfahrung im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Eine weitere Variante ist, dass du noch nie studiert hast. Aber wenn du stattdessen mehrjährige, einschlägige Berufserfahrung gesammelt hast und eine Eignungsprüfung der Bildungseinrichtung bestehst, wirst du zum Masterstudium zugelassen
  • Teilweise Bachelorabschlussnote nicht schlechter als 2,5

Welche Zulassungsvoraussetzungen es speziell an der Hochschule deiner Wahl gibt, erfährst du im Netz oder bei der Studienberatung.

Eine Studentin im Gespräch mit zwei Gesundheits- und Sozialmanagern

Persönliche Voraussetzungen

Auch wenn sich das Studium mit gesundheitlichen und sozialen Aspekten befasst, darfst du doch eines nicht vergessen: Das Studium bereitet dich auf Managementaufgaben vor, so wirst du alle dafür nötigen Grundlagen lernen. Den BWL-Inhalten geschuldet solltest du deswegen folgende persönliche Voraussetzungen mitbringen:

  • Grundverständnis für BWL
  • Analytisches und konzeptionelles Denken
  • Interesse an Sozialer Arbeit, dem Gesundheitswesen und wirtschaftlichen Themen
  • Durchhaltevermögen
  • Disziplin, Motivation und Leistungsbereitschaft

Dauer und Verlauf

Bachelor

Wie lange dein Bachelorstudium dauert hängt mit der Wahl des Studienmodells zusammen. Die „Standardvariante“ ist wohl das Vollzeitstudium. Dieses dauert sechs bis sieben Semester und gliedert sich in ein Grund- und ein Vertiefungsstudium. In den meisten Fällen gibt es in den höheren Semestern eine Praxisphase. Die kann aus einem Praktikum bestehen oder aus einer mehrwöchigen Projektarbeit. Im letzten Semester deines Studiums hast du Zeit, um deine Bachelorarbeit zu verfassen.

Master

Das Masterstudium Gesundheits- und Sozialmanagement dauert je nach Hochschule drei bis vier Semester. Einige Hochschulen bieten aber auch variierende Semesterzahlen an, was mit dem Studienmodell zusammenhängt, für das du dich vor deinem Studium entscheidest. Inhaltlich setzt du Schwerpunkte, die du vertiefend studierst. Das Studium schließt im letzten Semester mit deiner Master-Thesis und einem Kolloquium ab.

Studienmodelle

Der Studiengang Gesundheits- und Sozialmanagement wird in allen Studienmodellen angeboten. D.h. selbst wenn du berufstätig bist und dich gerne weiterqualifizieren möchtest, hast du die Möglichkeit dazu. Um folgende Studienmodelle handelt es sich dabei:

Karriere nach dem Studium

Das Studium Gesundheits- und Sozialmanagement eröffnet dir ähnliche und vor allem so viele Berufsfelder wie ein Abschluss in Gesundheitsmanagement oder Gesundheitsökonomie. Der Unterschied liegt in der Kombination zweier Fächer. So kannst du dich für Führungspositionen sowohl im Sozial- als auch im Gesundheitswesen qualifizieren. Typische Arbeitsfelder sind für Gesundheits- und Sozialmanager:

  • Krankenhäuser
  • Alten- und Pflegeheime
  • Kindergärten
  • Soziale Dienste und Beratungsstellen
  • Jugend-, Sozial- und Gesundheitsämter
  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Krankenkassen
  • Versicherungsträger
  • Träger für Soziale Arbeit: regional als auch auf Bundesebene
  • Unternehmen in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Pharmazie oder Medizintechnik

Sozialmanager im Gespräch mit einer KundinUnd wie könnte dein Arbeitseinsatz in einem dieser Arbeitsumfelder konkret aussehen?

Du entwickelst Konzepte, bist verantwortlich für das Qualitäts- und Projektmanagement, bist für Controlling, Marketing oder Fundraising zuständig oder wahlweise auch in der Personal- und Organisationsentwicklung.

In welchen Bereich es dich auch verschlägt: Das Gesundheits- und Sozialmanagement Studium verschafft dir eine sehr gute Ausgangsposition für deinen Karrierestart.

Gehalt

Leider können wir dir keine verbindlichen Gehaltszahlen nennen, die du mit deinem Gesundheits- und Sozialmanagement Studium verdienen kannst. Denn was du verdienst, ist letztendlich ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren. So etwa spielen deine Erfahrung, deine Position, die Größe des Unternehmens eine Rolle, aber auch wie die Gehaltsverhandlungen laufen. Am ehesten kannst du dich an den Gehältern von Gesundheitsmanagern und -ökonomen orientieren. Die Gehaltsspannen liegen hier zwischen rund 1800 Euro brutto pro Monat, wenn du zum Beispiel als Junior Consulter einsteigst, bis hin zu gut 4800 Euro brutto pro Monat, wenn als Gesundheitsmanager beispielsweise in der Autobranche arbeitest. Weitere Gehälter kannst du auch in unserem Artikel "Gehalt in der Gesundheitsbranche" einsehen.

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