Gesundheit und Pflege ohne Abitur studieren

Du möchtest gerne ein Studium im Gesundheitswesen beginnen, aber dir fehlt das Abitur? Wir haben eine gute Nachricht für dich: Kein Abitur zu haben ist heute kein Grund mehr, nicht zu studieren. Bei uns erfährst du, unter welchen Voraussetzungen du auch ohne Abitur studieren kannst.

Stadtschild mit der Aufschrift Dass ein Studium mittlerweile auch für diejenigen attraktiv und möglich ist, die kein Abitur oder Fachabitur haben, beweisen die Zahlen. Laut einer Studie des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) sind derzeit rund 51.000 Studenten an den deutschen Hochschulen ohne Abitur eingeschrieben, das sind so viele wie noch nie zuvor. Und die Abschlussquote ist über jeden Zweifel erhaben, ob auch Personen ohne Abitur (aber mit Berufserfahrung) in der Lage sind, ein Studium zu absolvieren. Zwischen 2010 und 2015 haben rund 25.000 Studenten ohne Abitur ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Zum Vergleich: 1997 waren es deutschlandweit nur 528 Personen.

Und tatsächlich haben immer mehr Berufstätige den Wunsch, ein Studium im Bereich Gesundheit zu beginnen. Obwohl sie kein Abitur haben, haben sie bereits viel Lebens- und Berufserfahrung gesammelt, die das Abitur im Prinzip „ersetzen“ und diesem ebenbürtig sind.

Zu Beginn der 2000er Jahre war das noch fast undenkbar, nun wird ein Studium ohne Abitur (auch im Gesundheitswesen) immer selbstverständlicher, wenn die Studenten sich über den Beruf für das Studium qualifizieren. Detaillierte Infos zum Thema studieren ohne Abitur mit allen bundesweiten und länderspezifischen Informationen findest du auch beim Online-Portal www.studieren-ohne-abitur.de.

Die Wege zum Studium ohne Abitur

Es gibt grundsätzlich drei Wege beziehungsweise drei Möglichkeiten, um ein Studium im Gesundheitswesen auch ohne Abitur beginnen zu können. Letztendlich ist es Sache der Bundesländer, welche Zugangsbestimmungen es für Berufstätige ohne Abitur gibt. Doch seit die Kultusministerkonferenz 2009 beschlossen hat, die Zulassungen zu den Hochschulen zu erleichtern und anzupassen, orientieren sich in der Regel auch die Bundesländer an diesen Empfehlungen.

Noch ein Hinweis: Alle Hochschulen listen ihre Zulassungsbestimmungen genau auf. Auf deren Internetseiten kannst du dich also detailliert und passgenau über die Hochschule deiner Wahl informieren. Dort erfährst du auch, ob die Hochschule Bewerber ohne Abitur berücksichtigt – dazu gibt es nämlich keine gesetzliche Verpflichtung.

Berufliche Aufstiegsfortbildung: ... das bedeutet nichts anderes, als dass du deinen Meister oder eine vergleichbare Qualifikation (zum Beispiel den Betriebswirt, „Staatlich anerkannten …“ oder ähnliches) erworben hast. Wenn dem so ist, dann stehen dir die Türen zu deinem Wunschstudium offen, ohne vorher eine Zulassungsprüfung ablegen zu müssen.

Gesammelte Berufserfahrung: Hast du keinen Meister oder keinen hochqualifizierten Abschluss, kannst du auch dann mit einem Studium im Gesundheitswesen beginnen, wenn du stattdessen eine mindestens zweijährige Ausbildung abgeschlossen hast und mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorweisen kannst. Wichtig: Sowohl die Ausbildung als auch deine Berufserfahrung müssen im Bereich Gesundheit stattgefunden haben.

Probestudium oder individuelle Zulassungsprüfungen: Es gibt auch die Möglichkeit, als Quereinsteiger ein Studium im Bereich Pflege oder Gesundheit aufzunehmen. Auch in diesem Fall solltest du bereits eine Ausbildung abgeschlossen und Berufserfahrung gesammelt haben. Der inhaltliche Bezug muss nicht gegeben sein, dafür kannst du dich über ein Probestudium oder aber über individuelle Zulassungsprüfungen für dein Wunschstudium qualifizieren. Mit dem Probestudium wird überprüft, ob du für den Studiengang geeignet bist und ob dir das Studieren liegt. Da die Hochschulen die Zulassungsbedingungen und Erwartungen an ihre Studenten selbst regeln, kann es auch sein, dass du statt eines Probestudiums einen Eignungstest absolvieren musst oder auch zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wirst.

In einem Fall ist es sogar so, dass du eine qualifizierte Weiterbildung von mindestens 400 Stunden absolvieren musst, die fachlich mit deinem Wunschstudium verwandt ist, wenn deine bisherige Berufserfahrung nichts mit Gesundheit zu tun hatte.

Individuelle Zulassungsvoraussetzungen

Nahaufnahme von einem Kugelschreiber, einem Notizbuch und einem Wir weisen immer wieder darauf hin und tun es auch jetzt noch einmal: Es kann immer Abweichungen von den genannten Zulassungsvoraussetzungen geben. Wie gesagt: Die meisten Hochschulen orientieren sich an den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz, sind aber nicht daran gebunden. Sie sind auch nicht verpflichtet, Berufstätige ohne Abitur zum Studium zuzulassen. Genauso können sie aber auch entscheiden, ob sie sie zulassen via Probestudium, Eignungstest, Gespräch, Praktikum vor dem Studium, Begabtenprüfung und vieles mehr. Auskunft darüber findest du bei Uni, FH und Akademie auf den jeweiligen Internetseiten.

Vielleicht stößt du bei der Suche nach einem geeigneten Studiengang auf zulassungsbeschränkte Fächer. Dann mach dir keine Sorgen: Denn die Hochschulen besetzen im Falle eines NC nicht ausschließlich nach Noten, sondern haben immer Kontingente für diejenigen reserviert, die zum Beispiel viele Wartesemester haben oder sich eben durch Berufserfahrung für ein Studium qualifizieren.

Das richtige Studienmodell

Zwei Hände geben einen Text in einen Laptop einGlückwunsch! Du hast dich dazu entschieden, deine Komfortzone zu verlassen und nochmal die „Schulbank“ zu drücken. Du weißt jetzt, dass du ohne Abitur ein Studium im Gesundheitswesen beginnen kannst. Aber weißt du auch, dass es verschiedene Studienformen gibt, die gut geeignet sind, wenn man neben dem Studium weiter arbeiten möchte?

Je nachdem was für ein Lerntyp du bist, kannst du ein Fernstudium absolvieren oder ein berufsbegleitendes Präsenzstudium. Beide Studienmodelle sind so angelegt, dass du Beruf und Studium miteinander vereinbaren kannst. Denn die Hochschulen wissen, dass die Doppelbelastung hoch ist. So unterstützen sie dich in deinen Bedürfnissen. Beim Fernstudium bestimmst du selbst, wann du lernst und wie viel. Du bist (mit wenigen Ausnahmen) an keine Präsenztermine und Lehrveranstaltungen gebunden. Anders ist es beim berufsbegleitenden Präsenzstudium: Bei diesem Modell gehst du abends oder am Wochenende in die Uni und nimmst am Unterricht teil.

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